NWZ
berichtete, wurde eine etwa ein Hektar große Fläche direkt neben der Mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage mit Sand für den Neubau befestigt.In den nächsten Wochen werden 450 Betonpfähle in den Boden gerüttelt. Das Rütteln habe sich als gebäudeschonender als das Rammen der Pfähle erwiesen. Dazu werden mit Hilfe eines Elektromotors am Ende des Bohrgeräts die Bohrgänge durch Vibration in den Boden gebracht und anschließend mit Beton gefüllt. Die Betonpfähle, die bis in 13 Meter Tiefe reichen, sollen den instabilen Kleiboden so weit befestigen, dass er die neue Anlage trägt.
Die neue Trockenvergärungsanlage soll die Nassvergärung der Mechanisch-biologischen Anlage (MBA) ergänzen, die die anfallende Müllmenge von rund 1400 Tonnen pro Woche nicht bewältigt. Der Bau der MBA war von Pleiten, Pech und Pannen begleitet, bis heute schafft die Anlage nur 1100 bis 1200 Tonnen Müll pro Woche. Insbesondere Faserstoffe und grober Müll zwischen 4 und 6 Zentimetern Größe haben in den vergangenen Jahren für Probleme gesorgt, weil sie die Siebe und Rechen der Behandlungsanlage verstopfen.
Arlinghaus hofft, die Trockenvergärung zur Behandlung des gröberen Mülls im Mai 2011 in Betrieb nehmen können.
Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf rund 6,5 Millionen Euro plus Planungs- und Gutachterkosten von 3,5 Millionen Euro. Der Nutzen der Trockenvergärungsanlage wird insbesondere von Frieslands FDP bezweifelt. Wie berichtet, hatte die Kreistagsfraktion gefordert, anstelle des millionenschweren Neubaus die Müllentsorgung über andere Wege zu organisieren.
