MüNCHEN - Die Nachfrage der Chinesen und Amerikaner nach deutschen Oberklasse-Autos steigt weiter und hat bei Audi, BMW und Daimler im ersten Halbjahr für Verkaufsrekorde gesorgt. Dabei hat Audi mit einem Absatzwachstum von 12,3 Prozent das höchste Tempo erreicht. Wie die Konkurrenten in Stuttgart und München peilen auch die Ingolstädter Jahresbestwerte an.
Audi-Vorstandschef Rupert Stadler sagte am Montag, trotz Gegenwinds in Südeuropa wachse die Marke in allen Weltregionen. Sogar in Europa legte Audi im ersten Halbjahr um 2,8 Prozent zu – das Wachstum in Deutschland und Großbritannien fing die Einbrüche in Italien und Spanien auf. In den USA legte Audi um 16,5 Prozent zu, in China sogar um 38 Prozent.
Mit weltweit 733 000 verkauften Autos vergrößerte der Konzern seinen Vorsprung vor Mercedes und rückte näher an den Premium-Marktführer BMW heran. Im Juni stieg der Absatz um 13 Prozent. Stadler sagte: „Damit liegen wir klar auf Kurs, bis zum Jahresende unser Ziel von 1,4 Millionen Auslieferungen zu erreichen.“
BMW hatte seinen Absatz im ersten Halbjahr um 8,1 Prozent auf 900 600 Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce gesteigert, Daimler hatte um 6,5 Prozent auf 709 000 Autos der Marken Mercedes, Smart und Maybach zugelegt.
BMW kündigte derweil an, bis 2015 fast eine Milliarde Euro in den Ausbau der Mini-Autowerke in England investieren zu wollen. Außerdem verhandeln die Münchner über eine zusätzliche Fertigung bei Nedcar in den Niederlanden. Mittelfristig soll es bis zu zehn verschiedene Modelle des Kleinwagens geben, teilte der Autokonzern am Montag in München mit.
