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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Commerzbank fällt aus Dax

07.09.2018

München Schwieriger Tag für die Commerzbank: Die Traditionsbank steigt aus dem Kreis der deutschen Top-Börsenunternehmen ab. In der Nacht zu Donnerstag beschloss die Deutsche Börse (Frankfurt) wie erwartet, dass die Commerzbank aus dem Leitindex Dax herausfällt.

Den freien Platz nimmt wie erwartet das Münchner Technologieunternehmen Wirecard ein – ein Spezialist für Zahlungsabwicklungen. Die Kurse von Wirecard waren in den vergangenen Monaten von Rekord zu Rekord geeilt.

Die Commerzbank, ein Gründungsmitglied im inzwischen 30 Jahre alten deutschen Leitindex, kann wegen ihres geschrumpften Börsenwertes nach Streubesitz von knapp 8,4 Milliarden Euro nicht mehr länger in der ersten Liga mitspielen. Die Zusammensetzung des Dax wird regelmäßig überprüft. Maßgeblich für die Zugehörigkeit zum Kreis der 30 Konzerne sind Börsenumsatz (Handelsvolumen) und Börsenwert (Marktkapitalisierung).

Beim Börsenwert hatte Wirecard in den vergangenen Monaten nicht nur die Commerzbank weit hinter sich gelassen, sondern auch schon die Deutsche Bank überflügelt. Die 1999 gegründete Firma aus dem Münchner Vorort Aschheim verdient ihr Geld mit Dienstleistungen rund um die Abwicklung von Zahlungen im Internet, aber auch auf sonstigen elektronischen Wegen. Sie steht für neue Technologien im Finanzsektor.

Die Mitgliedschaft im Dax hat vor allem symbolischen Wert. Sie stärkt das Image. Bei der Dekabank hieß es, die Veränderungen lieferten aber auch „ein schonungsloses Spiegelbild für die sich im Laufe der Zeit verändernde Industriestruktur“.

Neben der Mitgliedschaft im Dax gab die Deutsche Börse auch die Zusammensetzung der neu geordneten Nebenwerte-Indizes bekannt. Am 24. September gibt es zahlreiche Änderungen im MDax, SDax und TecDax.

Wichtig aus regionaler Sicht: Cewe aus Oldenburg bleibt im SDax. Neu in dem MDax kam aus Niedersachsen der Medizintechniker Sartorius (Göttingen).

Künftig erhalten Technologieaktien aus dem TecDax auch Zugang zum Index der mittelgroßen Werte oder zum kleineren Bruder SDax. Daher wird der MDax von bisher 50 auf dann 60 Werte ausgeweitet und der SDax von 50 auf 70 Werte aufgestockt. Der TecDax enthält weiterhin genau 30 Werte.

Insgesamt 13 der alten TecDax-Mitglieder sind künftig auch im MDax zu finden: Qiagen, Siemens Healthineers, United Internet, Sartorius, Morphosys, Freenet, Siltronic, Evotec, Telefonica Deutschland, 1&1 Drillisch, Software AG, Nemetschek und Bechtle.

Der Immobilienkonzern Alstria steigt vom SDax in den MDax auf. Insgesamt sind 15 Unternehmen neu im MDax und fünf scheiden aus. Vom MDax in den SDax steigen Jungheinrich, Leoni, Ströer, Ceconomy und Talanx ab.

Die Neulinge Befesa und Shop Apotheke rücken u.a. in den SDax. Dort scheiden aus: Alstria, Grammer, Elring Klinger, Biotest.

Im TecDax müssen unterdessen wie erwartet drei Firmen für SAP, Infineon und die Deutsche Telekom Platz machen: SMA Solar, Medigene und SLM Solutions.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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