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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

BEV-Pleite trifft Tausende Strom- und Gaskunden im Nordwesten

05.02.2019

München /Oldenburg /Leipzig Die Insolvenz des Strom- und Gasanbieters BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft trifft auch Tausende Kunden im Nordwesten. Wie die EWE am Montag auf Anfrage der NWZ mitteilte, sind allein in ihrem Versorgungsgebiet insgesamt 9600 Haushalte im Bereich Strom und mehr als 8000 Haushalte im Bereich Gas betroffen, wobei ein Teil der Haushalte sowohl Strom als auch Gas von dem Münchner Unternehmen bezogen hatte. Bundesweit hatte BEV nach eigenen Angaben zuletzt rund 500000 Kunden mit Energie versorgt.

BEV hatte Mitte vergangenen Woche die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Das Unternehmen selbst gab an, durch gestiegene Energie-Beschaffungskosten in Schwierigkeiten geraten zu sein. Es hatte zuletzt aber auch immer wieder Kundenbeschwerden gegeben. Bundesweit sollen Kunden u.a. erst mit günstigen Preisen gelockt worden sein, bevor BEV dann die Preise massiv erhöhte. Laut „Wirtschaftswoche“ war in der Folge das Geschäftsmodell wegen zu hoher Kündigungsquoten in Schieflage geraten.

Doch was bedeutet die Insolvenz des Münchner Energieanbieters BEV für die Kunden? „Für die Kunden von BEV ändert sich nichts“, sagt eine EWE-Sprecherin. Denn geht der eigene Energieversorger pleite, bleiben die Kunden dennoch nicht im Dunkeln sitzen. In diesem Fall springt der örtliche Grundversorger ein, erklärt die Verbraucherzentrale Sachsen. Für den Nordwesten ist das in den meisten Fällen die EWE.

Die örtlichen Grundversorger sind laut Gesetz zu einer lückenlosen Weiterversorgung in der sogenannten Ersatzversorgung verpflichtet. „Mit der Ersatzversorgung wird sichergestellt, dass Kunden ohne Unterbrechung weiter mit Strom und Gas beliefert werden“, sagte die EWE-Sprecherin. Allerdings ist der Grundversorgungstarif in der Regel auch der teuerste Tarif bei den Energieversorgern. Wie die EWE-Sprecherin weiter mitteilte, werden die betroffenen Kunden bis Ende dieser Woche oder Anfang nächster Woche individuell von EWE Netz angeschrieben und über die Ersatzversorgung informiert.

Der Insolvenzantrag beendet indes nicht automatisch bestehende Stromverträge, betont die Verbraucherzentrale. Diese müssen jetzt mit einem Schreiben an den Versorger gekündigt werden, raten die Verbraucherschützer. Eine Einzugsermächtigung sollte vorsichtshalber widerrufen werden. Die Kündigung sollte am besten mit Einschreiben und Rückschein verschickt werden.

Wer noch Ansprüche gegenüber der BEV hat, sollte diese anmelden, sobald das Insolvenzverfahren eröffnet wird. Ob Kunden das Geld bekommen, ist aber unklar. Hat das Unternehmen noch Forderungen, sollten Verbraucher diese genau prüfen. In jedem Fall sollten Rechnungsbeträge nicht mehr gegenüber der BEV gezahlt werden, sondern allenfalls auf das Konto des vorläufigen Insolvenzverwalters.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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