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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Was Rasteder mit Dax zu tun hat

24.09.2019

München /Rastede Der Münchner Triebwerksbauer MTU Aero Engines (kurz: MTU) spielte am Montag zum ersten Mal in der obersten Börsenliga mit. Die Deutsche Börse hatte MTU vor drei Wochen zum Nachfolger des Stahlriesen Thyssen-Krupp im Deutschen Aktienindex (Dax) der 30 wichtigsten Börsen-Konzerne gekürt.

Im Oldenburger Land gibt es jemand, der sich besonders über den Aufstieg von MTU in den deutschen Leitindex Dax freut: Das sei „großartig“, sagte Dr. Rainer Martens (58) am Montag im Gespräch mit dieser Zeitung. Der in Wittmund geborene Rasteder war bis Ende 2017 Technik-Chef bei MTU. „Es ist unglaublich schön, zu sehen, wie die jahrelange gemeinsame Arbeit und Entwicklung zu einem solchen Erfolg führen konnte.“ Martens hat diesen Weg mitgestaltet, Fundamente gelegt: Immerhin dauert die Entwicklung eines Triebwerks heutzutage durchaus mal sieben Jahre und mehr.

MTU steht mit dem Aufstieg in den Dax fortan auch stärker im Fokus der Anleger. Größte Aktionäre sind zurzeit die US-Investoren Capital Group und Blackrock. Aber auch Kleinaktionäre sind an Bord.

Flugzeugbau ist in Deutschland eine wichtige Branche. Auch dies wird nun mit der Aufnahme in den Dax unterstrichen. Der international aufgestellte Flugzeugbauer Airbus ist dagegen nur im M-Dax vertreten.

MTU Aero Engines stellt Triebwerke für Flugzeuge von Airbus und Boeing her, zusammen mit Partnern wie Pratt & Whitney. Außerdem baut es die Antriebe für Militärjets wie den Eurofighter. Einen großen Teil seines Gewinns erwirtschaftet MTU mit Wartung/Reparatur. Ist ein Flugzeug verkauft, verdient MTU daran noch viele Jahre.

Im laufenden Jahr rechnet Vorstandschef Reiner Winkler mit einem Umsatzwachstum auf 4,7 Milliarden Euro und einem Gewinnanstieg auf rund 750 Millionen Euro vor Zinsen und Steuern. Ein günstiger Produktmix und ein gutes Wartungsgeschäft in China sorgen für Rückenwind.

In den vergangenen drei Jahren hat sich der Börsenkurs von MTU fast verdreifacht. Inzwischen ist das Unternehmen, das 10 000 Mitarbeiter beschäftigt, 12,4 Milliarden Euro wert.

Der Aufstieg in den Dax ist aber längst im Aktienkurs eingepreist. Seit der Entscheidung der Deutschen Börse hat die Aktie leicht nachgegeben.

Mit MTU haben nun sieben Dax-Konzerne ihren Sitz in München. Die anderen sind Siemens, BMW, Linde, Allianz, Münchener Rückversicherung und Wirecard.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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