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Philippinen Nach Taifun zurück im Einsatz

Wildeshausen - Die Menschen in Bugko können ihr Kommen kaum erwarten: In Kürze steigt das Zahnarztehepaar Carsten (51) und Doris Hansen (49) wieder in den Flieger Richtung Philippinen. Die Wildeshauser besuchen das kleine Dorf im Norden der Insel Samar, wo sie den Menschen wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern möchten. Für drei Wochen leisten sie zahnmedizinische Hilfe für den Verein „Mabuhay – Hilfe zum Leben“.

Das Ehepaar behandelt Patienten, die sich sonst keine zahnärztliche Behandlung leisten können. Es ist ihr zweiter Hilfseinsatz auf den Philippinen nach 2012. „Jeden Morgen ab 6 Uhr stehen die Menschen in einer langen Schlange vor dem Eingangstor. Vom kleinen Kind bis zum Senioren. Ganz geduldig“, erzählt Doris Hansen von ihren damaligen Eindrücken.

Klinik 2007 gegründet

Die Behandlungen werden in einer kleinen Klinik vorgenommen, die 2007 von der deutschen Krankenschwester Sabine Korth und der philippinischen Ordensfrau Veronica Tulipas gegründet wurde. Seit 2008 gibt es ein Zahnarztzimmer, im Vorjahr wurde ein medizinisches Labor eröffnet.

Es sei ein völlig andere Welt, nicht zu vergleichen mit europäischen Standards, sagt das Wildeshauser Paar. Nicht selten arbeite man vor vielen Zuschauern. „Die Patienten sind unheimlich dankbar, die Arbeit macht viel Spaß. Leider mussten wir bei unserem letzten Besuch in den meisten Fällen die Zähne ziehen, da sie nicht zu retten waren“, erzählt Doris Hansen. 656 Patienten behandelte das Ehepaar damals. 70 Füllungen standen 1120 Extraktionen gegenüber. Dazu kamen etliche Zahnreinigungen.

2012 sei man über einen Zeitungsartikel auf das Projekt gestoßen. „Wir hatten eigentlich schon unseren Urlaub geplant, doch das Projekt hat uns so begeistert, dass wir unseren Plan geändert haben“, erzählt Carsten Hansen. Vier Wochen waren sie auf den Philippinen. „Uns war direkt danach klar, dass wir wiederkommen möchten. Nach dem Taifun vergangenen Herbst ist das jetzt noch einmal eine ganz andere Situation vor Ort.“ Am 19. April geht es los – für drei Wochen.


Viele Dentalausstatterfirmen habe das Paar in der Bitte um Sachspenden angeschrieben. „Die Spendenanzahl war beeindruckend beim letzten Mal.“ Auch dieses Mal laufe die Aktion gut an. Auch der Inner Wheel Club Wildeshausen unterstützt das Projekt. 500 Euro überreichte Clubpräsidentin Wiebke Gazey am Mittwoch für die Arbeit des Vereins „Mabuhay“.

Neue Wasserstation

Noch in diesem Jahr soll in Bugko eine Wasserstation gebaut werden. Auch die Eröffnung einer Entbindungsstation ist für 2014 geplant. Die Mabuhay-Clinic finanziert sich nur durch Spenden und Mitgliedsbeiträge. Spenden können an den in Bonn ansässigen Verein geschickt als auch in der Wildeshauser Zahnarztpraxis, Bahnhofstraße 16, abgegeben werden.

Sebastian Friedhoff
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