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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Nachhaltiger Image-Gewinn dank PIA

13.09.2014

Oldenburg Betritt man die Zentrale des Oldenburger Foto- und Internetdruckspezialisten Cewe, fällt in einer Ecke links vom Empfangstresen ein roter Sockel mit einer Skulptur aus Glas darauf auf. Es ist der 1. Platz beim „Preis für Innovative Ausbildung“ (PIA) der NWZ  im vergangenen Jahr. Das Unternehmen profitiert bis heute davon. „Wir sind richtig stolz darauf“, sagt Personalleiterin Marion Blatt. „Und das wollen wir auch zeigen.“ Aktuell läuft die Bewerbungsfrist 2014.

Der Preis sei eben auch ein Beitrag zur Gesamtwahrnehmung des Unternehmens als attraktiver Ausbilder und Arbeitgeber, meint Sprecherin Christine Hawighorst. „Und wenn wir etwas machen, dann wollen wir es grundsätzlich auch besonders gut machen.“ Das gelte auch für die Ausbildung.

Den 1. Preis bei PIA 2013 vergab die Jury – bestehend aus bekannten Persönlichkeiten von Kammern, Verbänden und Arbeitsagentur – für ein ungewöhnliches Projekt: Eines, das auf die weitere Qualifizierung von Ausbildern abzielte. Damit war die Bewerbung in der entscheidenden Sitzung damals schnell zum Favorit geworden. Denn klar war allen: Noch besser weitergebildete Ausbilder können eine noch bessere Ausbildung gestalten.

Konkret ging es darum: Ausbilder legen üblicherweise die Ausbildereignungsprüfung ab. Die Herangehensweise sei traditionell eher auf eine Art „Unterweisung“ des Nachwuchses ausgerichtet. Bei Cewe sollen die Ausbilder aber „Lernbeauftragte“ werden. Sie sollen nicht nur Wissen quasi zum Nachmachen vermitteln. Sie sollen auf Jugendliche eingehen können, sie fördern, zu eigenständigem und innovativem Handeln und zur Suche von Lösungen ermuntern – so, wie es Cewe auch lange nach der Ausbildung von seinen Mitarbeitern in schnell sich verändernden Märkten erwartet.

Dieses Projekt ist „in Weiterentwicklung“, wie es heute, fast ein Jahr nach der PIA-Siegerehrung, im Cewe-Personalbereich heißt. Bei den Industriekaufleuten, in deren Bereich es begann, wurde beispielsweise der Beurteilungsbogen weiterentwickelt, mit geänderter Methodik. Sie geht jetzt mehr mehr auf persönliche Stärken und Weiterentwicklungen der Azubis ein, es gibt fundiertes „Feed-back“.

Generell soll die Qualifizierung von Ausbildern auch auf weitere Bereiche ausgedehnt werden, kündigen Personalleitern Marion Blatt und Ausbildungsleiterin Tanja Hinrichs an. Irgendwann sollen alle einbezogen sein.

Konkret geht es um Module zur gezielten Weiterbildung von Ausbildern. Darin geht es dann um Theorie, aber vor allem um konkrete Verhaltensweisen und ihre Änderung. Dazu gibt es praktische Übungen zur Umsetzung von Lernzielen gemäß der neuen Grundgedanken.

Und in noch einer Hinsicht ist der Preisträger von 2013 mustergültig: Er ist offen für den Dialog mit anderen Unternehmen der Region – dieser Austausch war einer der Grundgedanken bei der Gründung von „PIA“ vor fünf Jahren.

Konkret habe es schon wenige Tage nach der Preisverleihung Anfragen von anderen Firmen gegeben, ob man sich zum Thema Ausbildung und zu den praktischen Erfahrungen mit der Ausbilder-Weiterqualifzierung austauschen könne. Das habe dann auch gleich stattgefunden, erzählt Marion Blatt.

Rüdiger zu Klampen
Redaktionsleitung
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2040

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Cewe | Arbeitsagentur

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