Friesland - Im April eröffnete das Jobcenter des Landkreises Friesland eine neue Beschwerdestelle. Ziel ist weniger eine fachliche Beratung, stattdessen soll versucht werden, Ärger und Emotionen der Leistungsbezieher abzufedern und zu vermitteln. Die Termine finden wechselweise in Varel und Jever statt (die NWZ berichtete).
Nach acht absolvierten Terminen zieht Elfriede Ralle, die Bürgern Rede und Antwort steht, jetzt eine erste Bilanz: „13 Personen sind bisher gekommen, zehn hatten Beschwerden, die mit dem Jobcenter zu tun haben.“ Fünf davon seien direkt geklärt worden, weitere fünf wurden an das Jobcenter weitergeleitet. „Das meiste sind reine Verständigungsprobleme“, sagt Elfriede Ralle.
Zwei Bereiche seien besonders auffällig: In ersterem treten Probleme vor allem dann auf, wenn sich an den Lebensverhältnissen von Familien, etwa durch Aufnahme einer geringfügigen Tätigkeit etwas ändere. Dann stimmten Bescheide der Leistungsempfänger manchmal nicht mit den gezahlten Beträgen überein. Dies zwar mit Recht – für die Jobcenter-Kunden aber schwer nachvollziehbar.
Zweites Problemfeld: Nachweise, die Leistungsempfänger für das Bemühen, eine den Vorgaben bezüglich Kosten und Größe entsprechende Wohnung zu finden, erbringen müssen. „Auch hier gibt es oft Unsicherheit“, so Elfriede Ralle.
