NADORST/BüRGERESCH - Die rollende Redaktion war gestern in Nadorst zu Besuch. Bürger sagten ihre Meinung.

Von Susanne Gloger

NADORST/BÜRGERESCH - „Alles nah bei“ – das sagt der Oldenburger, wenn er meint, dass es in seinem Umfeld gut bestellt ist mit Einkaufsmöglichkeiten und anderen Dienstleistern. Gestern war dieser Ausspruch oft in der rollenden Redaktion oft zu hören. Das NWZ -Infomobil stand beim Comet-Markt am Hochheider Weg. Es ging vorrangig um die Meinung der Bürger über die Stadtteile Nadorst und Bürgeresch.

Seit 1960 wohnt Margrit Gramberg im Viertel und sie schwärmt: „Das ist schön hier. Es gibt eine gute Nachbarschaft, viele Geschäfte und es ist stadtnah.“ Nur eines gefällt ihr gar nicht: „Der Durchgang zwischen Bogenstraße und Goethestraße ist jetzt, nachdem die Straßen saniert wurden, besonders stark mit Müll und Hundekot verschmutzt.“

Tanja Völkel ist im Stadtteil aufgewachsen, mag „die schöne Umgebung und dass man alles mit Bus und Fahrrad erreichen kann“. Ihr Mann David Meagher, der aus Frankfurt am Main stammt, findet: „Das ist einfach toll hier.“

Die gute Infrastruktur schätzt Rolf Henneke, aber er hat auch Kritik: „Wenn Radfahrer aus der Bürgerstraße nach rechts in den Hochheider Weg einbiegen, dann fahren viele auf dem Fußweg weiter.“ Und außerdem ärgert ihn, dass gleich an dieser Ecke am Hochheider Weg viele Autos parken. „Da kann hat man kaum Einsicht, wenn man aus der Ausfahrt der Wohnblocks dort kommt.“


Die Ecke Hochheider Weg/Lüttichstraße ist Thema von Arthur Kolb: „Die Verengung der Fahrbahn dort ist Schwachsinn“, findet er. Außerdem macht er darauf aufmerksam, dass an der Heinrich-Sandstede-Straße Pappeln gefällt werden müssten. „Da ist schon der Specht drin, ein Zeichen dafür, dass die Bäume morsch sind.“

Brigitte Vogel wohnt seit zehn Jahren gerne in der Bogenstraße. Von dort aus seien alle Geschäfte gut zu erreichen, man habe es nicht weit in die Stadt, zum Bahnhof und zum Freibad Nord. Doch eines ärgert sie: „Die Hundehaufen auf den neuen Fußwegen an der Bogenstraße.“

Stefanie Pappschek findet es schön in Nadorst. „Es ist stadtnah, meine Kinder haben es nicht weit zur Grundschule, und es gibt gute Einkaufsmöglichkeiten.“

Ella Mittwollen wohnt gerne in der Sandstraße. „Nur zum Bus ist es etwas weit. Und für Kinder ab acht Jahren gibt es keine Spielplätze.“

Eine Kritik, die auch Andrea Brieger aufgreift: „Grünflächen für Kinder gibt es hier wenig. Der Spielplatz am Kleingartengelände ist relativ schlecht ausgestattet.“

Einen Gefahrenpunkt für Schulkinder hat Helmut Reuber an der Kreuzung Nadorster Straße/Flötenstraße/Kreyenstraße entdeckt. „Dort hat der Verkehr auf der Nadorster Straße längere Grünphasen. Ich habe mehrfach beobachtet, dass Schulkinder, aus Angst, ihnen könnte der Bus wegfahren, noch bei Rot über die Straße laufen. Eine Lösung des Problems weiß ich aber auch nicht.“

Die Busverbindungen mit drei Linien lobt Heide Timpe. „Da ist man schnell in der Stadt und im Grünen.“ Mehr Grün wünschen sich Irmgard und Walter Martens am Standesamt. „Das sieht so nüchtern aus. Man könnte doch zumindest am Balkon Blumen anbringen.“

Selma Zoller wohnt in Bürgerfelde, kommt zum Einkaufen aber gern nach Nadorst. Die Muslima schätzt das angenehme Wohnen in ihrem Stadtteil. „Es mischen sich Kulturen und Religionen.“

Und noch einmal Thema Lüttichstraße. Ingrid Poppe findet es nicht gut, dass dort rechts stets viele Autos parken. „Da kommt man bei Gegenverkehr vom Hochheider Weg oft nicht voran.“ Die „Raserei“ auf der Kiesgrubenstraße kritisiert Ingrid Hillen. Und sie wünscht sich: „Dass sich mal jemand um den Grünstreifen am Hochheider Weg beim Friedhof kümmert. Das ist dort sehr dreckig.“