NADORST - Wenn zwei sich streiten, dann kann oft nur noch der Dritte helfen: Mediation heißt das heutzutage. Dieser Vermittlung zwischen Kontrahenten widmet sich der Oldenburger Verein „Mediation 2001 – Verein für Konfliktschlichtung und Mediation“. Von sieben engagierten Frauen und Männern wurde er vor zehn Jahren gegründet. Dieser runde Geburtstag wird an diesem Donnerstag mit geladenen Gäste im Art-Café des Horst-Janssen-Museums gefeiert.
Damals wie heute sind die Mitglieder davon überzeugt, dass Konflikte durch konstruktive Zusammenarbeit unter der Leitung eines neutralen Vermittlers einer eigenverantwortlichen Lösung zugeführt werden können, die alle Beteiligten zufriedenstellt und in der Zukunft tragfähig ist. Zweck des Vereins ist die Förderung, Erziehung und Bildung auf dem Gebiet dieser besonderen Form der Vermittlung und Lösung bei Konflikten.
Neben Informationsabenden zu Themen wie Mediation bei Trennung und Scheidung, im Erbfall und bei Arbeitskonflikten, bietet der gemeinnützige Verein seit August 2001 in den Räumen der juristischen Mediationspraxis Konsens, Nadorster Straße 90, regelmäßig am Donnerstag (15 bis 17 Uhr, nach Voranmeldung) kostenfrei praxisnahe Beratung an. Dabei geht es laut der Vereinsvorsitzenden Brigitte Neidhardt vorrangig um Konflikte wie Trennung/Scheidung gefolgt von Mobbing am Arbeitsplatz. „Die Beratungsstunden sind durchweg ausgebucht“, sagt die 58 Jahre alte Juristin.
Dabei werde auch das Thema Mediation angesprochen, also die Möglichkeit, die entstandenen Probleme außergerichtlich mit Hilfe eines neutralen Dritten in den Griff zu bekommen.
Brigitte Neidhardt: „Dieses Angebot eines Vereins in freier Trägerschaft ist für Oldenburg und Umgebung, ja für die gesamte Nord-West-Region einmalig.“ Ebenso einmalig und neu sei das Angebot, bei dem Verein schnell und unbürokratisch Kostenhilfe für ein Mediationsverfahren zu erhalten. Dieses Pilotprojekt habe seit etwa anderthalb Jahren schon vielen Bürgern mit geringen finanziellen Mitteln die Chance gegeben, durch eine niedrige Selbstbeteiligung Konflikte mit Hilfe von Mediation zu lösen.
Auch zu anderen Gelegenheiten sucht der Verein die Öffentlichkeit, um über seine Ziele und deren Umsetzung zu informieren: bei der Ehrenamtsmesse, Seniorenmesse, der „Female“ oder der Gesundheitsmesse. Eine enge Zusammenarbeit gibt es laut Brigitte Neidhardt mit Pro Familia. Eine Kooperation mit dem Kinderschutzbund in Oldenburg befinde sich im Aufbau.
Die Mitglieder des Vereins „Mediation 2001“ kommen aus unterschiedlichen Berufen. Neben ausgebildeten Mediatoren und staatlich anerkannten Gütestelleninhabern sind Rechtsanwälte, Juristen und öffentlich bestellte Sachverständige dabei, die ehrenamtlich die ratsuchenden Bürger beraten.
Der Verein ist offen für alle, die sich der Mediation verbunden fühlen und lässt Raum für eine Vielzahl von unterschiedlichen Berufen und deren Sonderwissen, Sicht- und Arbeitsweisen; Kontakt unter Tel. 8 00 75 28.
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