Hengsterholz - Jetzt ist es amtlich: Im Windpark Hengsterholz können drei neue Windenergieanlagen gebaut werden, die die bisherigen sechs Rotoren ersetzen. Der Landkreis Oldenburg hat nun auch die beiden letzten beantragten Anlagen genehmigt, so dass das sogenannte „Repowering“ beginnen kann.
Mit der Errichtung könne aber erst im kommenden Jahr begonnen werden, teilte Ubbo de Witt, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Projekt GmbH (Oldenburg), auf Nachfrage der NWZ mit. Der Hersteller habe eine Fertigstellung bis Ende Mai zugesichert. Der Abbau der vorhandenen sechs Windräder sei dann gleich im Anschluss geplant.
Mit einer Gesamthöhe von 200 Metern sind die drei neuen Anlagen gut doppelt so hoch wie die bisherigen. Der Rotordurchmesser des Typs Vestas 117-3,3 beträgt 117 Meter, die Nabenhöhe 141,5 Meter. Der Windpark Hengsterholz bilde nach dem Repowering mit der östlichsten Anlage des benachbarten Windparks in Haidhäuser (Gemeinde Dötlingen), die erst kürzlich direkt an der Gemeindegrenze nahe der Bundesstraße 213 in Betrieb genommen wurde, ein „Gesamtkonzept“, erklärte de Witt weiter. Soll heißen: Diese vier Anlagen sind vom gleichen Typ, während es sich bei den übrigen elf Windrädern in Haidhäuser um V 126 mit etwas größeren Rotoren und leicht niedrigeren Masten handelt – die Gesamthöhe bleibt aber nahezu gleich. Beide Parks speisen die gewonnene Energie über einen gemeinsamen Anschluss ins Netz.
Die Gemeinschaft der Grundstückseigentümer freue sich, dass das „Repowering“ nun erfolgen könne, sagte de Witt. Auch mit dem Ortsverein Hengsterholz-Havekost gebe es eine gute Zusammenarbeit. Da die neuen Anlagen weiter entfernt vom Ort Hengsterholz errichtet werden und es künftig nur noch drei sind statt sechs, erwartet de Witt weniger Beeinträchtigungen für die Anlieger.
