Oldenburg - Die Achternstraße verliert ihren wohl treuesten inhabergeführten Einzelhändler: Seit 44 Jahren ist der Nähmaschinen-Spezialist Hermann Haake (74) dort zu finden. Doch weil das gesamte Haus grundsaniert wird und der Vertrag ausgelaufen ist, wechselt Haake, der das Geschäft mit seiner Tochter Manuela Schröder (46) führt, zum 1. Februar an die Nadorster Straße 30 – zwischen Willers und Tuchfühlung, nun mit Parkplätzen vor der Tür. „Das wird an der Nadorster Straße alles aufgepeppt und das ganze Nähzubehör stark erweitert“, sagt Haake, der die Maschinen – vor allem von Singer und Pfaff, aber auch viele andere Marken – nicht nur verkauft, sondern in seiner Werkstatt im hinteren Bereich des Geschäfts selbst repariert. „Wenn neue Maschinen herauskamen, bin ich immer sofort zu Schulungen ins Werk nach Karlsruhe oder Wiesbaden gefahren“, sagt Haake.
Ans Aufhören denkt er nicht, zumal Nähmaschinen und Nähen „wieder ganz groß im Kommen sind“. Er sagt: „Ich bin damit verwachsen, es hat mir immer Spaß gemacht, auch das Reparieren der Maschinen, diese Herausforderung.“ Haakes Kunden kommen aus Oldenburg und aus einem sehr weiten Umkreis, auch aus Leer, Emden, Cuxhaven, Wilhelmshaven oder Vechta. Denn die Kunden schätzen seine große Erfahrung – und den Service. Ein Beispiel: Bei dem kleinen Einzelhändler bekommt jeder Käufer „die Einweisung gleich kostenlos dazu“.
Weitere Veränderungen:
Neu in den Schlosshöfen ist im Erdgeschoss zwischen Alltours und Sidestep (Nähe Galeria) der Ableger von WSM Funsport mit Funktionsbekleidung für den Wintersport. Für WSM, das zehn Jahre besteht und seinen Hauptsitz an der Ammergaustraße hat, „ist es gut, auch in der Innenstadt vertreten zu sein, auch für die Laufkundschaft“, sagt Mitarbeiter Lucas Huhold: „Wir haben hier schon lange etwas Passendes gesucht.“
Eröffnet hat das „Limonenhaus“ an der Burgstraße zwischen Käse Friese und der Galerie Weißes Haus. Eileen Läschek und Fabian Schneider verkaufen dort schönes Handwerk: Taschen, Lederwaren, Keramik. „80 Prozent kommen aus Italien, viel aus Florenz und der Toskana“, sagt Fabian Schneider, der selbst aus Sizilien stammt.
Ebenfalls neu in der Burgstraße ist das „Atelier Inge Vogt“ mit Malerei und Bildhauerei. Die Künstlerin stellt dort so lange aus, bis ein Nachfolger für das leerstehende „Meer Gourmet“ gefunden ist.
