Wiefelstede/Skopje - Wer nach Mazedonien reisen möchte, sollte dies definitiv im Mai oder Juni tun. Zurzeit sind die Temperaturen sehr angenehm – aber das Schönste ist die Natur mit unglaublich vielen Mohnblumen.
Wenn man durch das Land fährt, sieht man so viele rote Felder und auch in der Stadt blüht der Mohn an jeder Gelegenheit, die die Betonlandschaft bietet. Mit meiner Schwester zu Besuch haben wir zwei Naturphänomene Mazedoniens besichtigt: versteinerte „Puppen“ und ein uraltes Sternobservatorium.
Geschockt vom Müll
Viel interessanter als die Steingebilde ist die unberührte Natur darum herum. Blumenwiesen und Berge mit Wäldern bieten Urlaub für die Augen. Leider aber gibt es auch so viele Menschen, die dies für selbstverständlich halten und denen es definitiv an ökologischer Bildung mangelt. Mein Mann hat landesweit eine Aufräumaktion organisiert, in der in verschiedenen Urlaubs- und Naturschutzgebieten der herumliegende Müll beseitigt werden sollte. Hierzu sind wir nach Mavrovo, einem Urlaubsgebiet an einem riesigen See, gefahren. Meine internationalen Freunde und ich waren geschockt – der gesamte Strand war voll mit Müll. Und das war nicht nur ein bisschen Müll, den man aus Versehen mal liegen lässt. Gruppen von Familien und Freunden haben nach dem Grillen am Strand einfach den gesamten Müll liegen gelassen. Nach mehreren Stunden Aufräumaktion, zu der auch die lokalen Leute aufgefordert wurden, war der Strand wieder einigermaßen ansehnlich. Wir hoffen, dass es so bleibt.
Von Bäumen parfümiert
In Skopje gibt es weniger Müll, denn der wird vom Stadtpersonal weggeräumt, und obwohl ich gerne in der Natur bin, ist der Sommer in Skopje besonders schön.
Überall blühen Bäume, die einen Duft abgeben, der die ganze Stadt parfümiert. Und vielleicht ist das auch der Grund, warum so viele Mazedonier den ganzen Tag draußen verbringen und ihren Frappé schlürfen. Es ist einfach herrlich.
