NEERSTEDT - Bange Blicke gen Himmel schickten wegen des Schauerwetters nicht nur die Teilnehmer, sondern vor allem auch die Mitglieder des Präventionsrates am Sonnabendnachmittag auf dem Pausenhof der Grundschule Neerstedt. Dort war der Start- und Zielpunkt für „Dötlingen in Bewegung“. Zu dem Aktionstag hatte der Präventionsrat nach zweijähriger Pause die Einwohner aller Altersstufen eingeladen. Mitveranstalter war erstmals die Gruppe „Energieeffizientes Dötlingen“, die die drei Fahrradtouren inhaltlich mit gestaltet hatte.
Elke Brunotte, Geschäftsführerin des Präventionsrates, begrüßte eingangs die rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, bevor diese auf die Fahrradtouren durch die Gemeinde gingen. Die erste gut zwölf Kilometer lange Rundfahrt führte unter der Leitung von Dette Zingler zum Rathaus in Neerstedt, wo das Blockheizkraftwerk besichtigt wurde. Daran schloss sich die Besichtigung der Photovoltaikanlage Scheele in Geveshausen an. Weiteres Ziel war die Biogasanlage von Claus Coorssen in Ostrittrum.
Die zweite Tour war auch die längste. Rund 22 Kilometern legten die Radler unter der Leitung von Götz Neuber nach Klattenhof zurück. Zunächst wurde die Holz- und Hackschnitzelheizungs-Anlage von Heinz-Hermann Wilke angefahren. Anfahrtspunkt war ferner die Biogasanlage der Familie Höfel in Haidhäuser.
Als dritte Alternative führte die von Gerold Schnier geleitete Tour nach Iserloy zu den bestehenden Windenergieanlagen und der neuen Photovoltaikanlage von Familie Meyer.
Wie Elke Brunotte erklärte, wurden an den verschiedenen Besichtigungspunkten kurze Fachvorträge über die Entstehung und den Betrieb der energieeffizienten Anlagen gehalten. Auf dem Pausenhof der Grundschule gab es in der Zeit bis zur Wiederkehr der Tourenteilnehmer keine Langeweile. Zu besichtigen waren elektrounterstützte Fahrräder, vorgestellt von der Fietsendiele aus Hatten. Ferner hatte die Motorsportgemeinschaft Hunte-Delme in Dötlingen den Fahrradgeschicklichkeitsparcours aufgebaut. Die Polizisten Marion Wittrock und Sigi Stolle boten eine Fahrradcodierung an und Maria Rüschendorf von der Suchtberatungsstelle des Landkreises informierte besonders über die Auswirkungen von Drogenkonsum. Wer wollte, konnte die „Rauschbrille“ ausprobieren.
