NEERSTEDT - „Die Arbeit fällt jetzt an. Danach ist es eine wiederkehrende Routine“, sagte Stefan Bredehöft. Eine attraktive Routine: Jahr für Jahr werden voraussichtlich rund 1700 Euro als Gewinn in die Kasse des Fördervereins der Grundschule Neerstedt sprudeln. Folglich war sich die Mitgliederversammlung am Mittwochabend im Lehrerzimmer einig: Jetzt die Ärmel hochkrempeln, die Photovoltaikanlage noch in diesem Jahr auf das Dach montieren lassen und dann den ökonomischen und ökologischen Nutzen auf Jahrzehnte abschöpfen. Damit haben die beiden Fördervereine der Schulen in der Gemeinde Dötlingen (siehe oben stehenden Bericht) den gleichen Weg eingeschlagen, den sie gemeinsam, unterstützt durch die Kommune, gehen wollen.
Mit der Formulierung „Mitgliederversammlung“ war das allerdings so eine Sache. Neben den drei Vorstandsmitgliedern, Stefan Bredehöft, Schulleiter Ufke Janssen und Tammo Rathkamp, waren nur noch der Kassenprüfer (und Leiter der Sprachheilschule), Jürgen Möhle, sowie ein „einfaches“ Mitglied zugegen. Auf Nachfrage zu dieser geringen Resonanz betonte Janssen, dass Elternvertreter und Lehrkräfte jederzeit über das geplante Vorhaben informiert worden seien. „Das nehmen alle positiv zur Kenntnis“, erklärte Bredehöft die geringe Beteiligung als Zustimmung, „wenn es Kritik gäbe, wären mehr da gewesen“.
Es war eine Entscheidung von außergewöhnlicher Tragweite, die gefällt wurde. Um die geschätzten 74 000 Euro für den Bau einer 22 Kilowattpeakanlage aufzubringen, änderte der Verein seine Satzung. Nunmehr darf er für gemeinnützige Zwecke Kredite aufnehmen. Mit zwei Banken stehen die Neerstedter in Verhandlungen, ebenso mit Fachfirmen, die die Anlage zeitnah bauen könnten. Da das Dach ohnehin zur Sanierung anstehe, könnte das Gerüst gleich mitgenutzt werden, hieß es. Rund 15 Prozent der Summe möchte der Verein als Eigenkapital aufbringen. Die derzeit vorhandenen 3000 Euro würden als Grundstock verwandt. Zudem hofft man auf Spenden von Sponsoren (Ansprechpartner ist Ufke Janssen, 04432/525).
Neben den Finanzen und der Kohlendioxid-Verminderung auch ein wichtiges Argument für den Förderverein: Die Schüler können per Zähleruhr verfolgen, wie viel Energie die Anlage erzeugt.
