NEERSTEDT - NEERSTEDT - Zum „Tag des offenen Hofes“ strömten gestern Zehntausende in ausgesuchte landwirtschaftliche Betriebe der Region. Bei der zentralen Veranstaltung für Niedersachsen in Neerstedt (Dötlingen, Landkreis Oldenburg) rief Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) die Agrarbetriebe dazu auf, stärker mit der Marke „Made in Germany“ zu wuchern. Nach wie vor habe die deutsche Ernährungswirtschaft einen guten Ruf und genieße weltweites Vertrauen, so Ehlen, der gemeinsam mit seiner Frau Monika nach Neerstedt gekommen war. Niedersachsen als größtes Agrarland in Deutschland habe ein Interesse daran, dass dieser hohe Standard gehalten werden.
Ehlen wie auch Landvolk-Präsident Werner Hilse erklärten, die Verbraucher hätten ein Anrecht auf größtmögliche Transparenz bei der Lebensmittel-Produktion. Landesweit besuchten 500 000 Menschen die Betriebe.
In Neerstedt hatten entlang der Dorfstraße vier Betriebe den „Tag des offenen Hofes“ maßgeblich gestaltet. So infomierte Gernot Kuhlmann über die Putenmast. Die Branche habe sich noch nicht durch den Rückschlag der Vogelgrippe erholt, sagte er. In Neerstedt war kein Federvieh im Freien zur Schau gestellt worden. H. Georg Goedecke, Geschäftsführer des Naturfaser-Verarbeitungsbetrieb Nafgo, wies auf den hohen Stellenwert der Nadelfilz-Herstellung, unter anderem für die Automobil-Industrie, hin. Außerdem präsentierten sich das Lohnunternehmen Johann Kuhlmann und der Familienbetrieb Haske.
15 Prozent der Arbeitsplätze in Dötlingen stellt unmittelbar die Landwirtschaft. Das ist ein Spitzenwert für Niedersachsen, erklärte Bürgermeister Heino Pauka.
