Neerstedt - Im Gewerbegebiet „Heidkamper Weg“ in Neerstedt laufen Gespräche für den Verkauf der restlichen noch freien Grundstücke. Andere Unternehmer sind dort schon seit Jahren aktiv. Doch viel mehr als ein Moin habe es bisher noch nicht gegeben, wie Hans-Hermann Schweers am Freitagabend meinte. Deshalb lud er zusammen mit seiner Frau Ute sowie Jan Kratzmann und dessen Partnerin Lea Möller zu einem Nachbarschaftstreffen ein, um sich besser kennenzulernen und vielleicht das eine oder andere Projekt anzuschieben. Doch soweit wollte Jan Kratzmann, der ein positives Fazit des Abends zog, noch nicht gehen. „Eine mögliche Gewerbeschau war noch kein Thema.“
17 Unternehmer dabei
17 Unternehmer trafen sich in der Halle am Heidkamper Weg 10, wo die Firmen Schweers Grundbau, Robo-pfahl sowie Kratzmann und Schweers Veranstaltungstechnik ansässig sind. Bei Getränken und Gegrilltem tauschten sich die Unternehmer aus. So berichtete Hans-Hermann Schweers unter anderem über das Profil der Firma Schweers Grundbau, die häufig in der Wesermarsch tätig sei, wo viele Gebäude und Windkraftanlagen auf Pfählen gegründet würden. Auch in der Gemeinde Dötlingen werde das Unternehmen mal wieder aktiv. So würden in Brettorf für ein neues Silo Betonpfähle in den Boden gebracht.
Die Gastgeber freuten sich, dass Bürgermeister Ralf Spille gekommen war und über neueste gewerbliche Entwicklungen berichtete und ebenso mit den Unternehmern ins Gespräch kam. Er erläuterte, dass das vor gut zehn Jahren erschlossene Gewerbegebiet Heidkamper Weg anfangs zögerlich nachgefragt worden sei. Seit vier Monaten jedoch würde sich die Nachfrage überschlagen. Gerade seien zwei 2200 und 3600 Quadratmeter große Flächen verkauft worden. Für die restlichen knapp 9000 Quadratmeter gebe es vier Interessenten, mit denen die Gemeinde im Gespräch sei. Das Gewerbegebiet gehört zu den sechs Arealen, die im Zuge des jetzt gestarteten Breitbandausbaus im Landkreis zuerst mit Glasfaser versorgt werden.
Spille hofft, dass es mit dem interkommunalen Gewerbegebiet Hockensberg dieses Jahr vorangeht, um die Fläche 2019 vermarkten zu können. Der Bebauungsplan werde demnächst in die Ausschüsse eingebracht. „Ich bin froh, dass Dötlingen das nicht alleine macht“, so der Bürgermeister. In Kooperation mit Wildeshausen, Prinzhöfte/Harpstedt und dem Landkreis bekomme das Projekt mehr Dynamik.
Firmen in Region halten
Hockensberg nahe der Autobahnanschlussstelle Wildeshausen 1 werde das erste interkommunale Gewerbegebiet im Landkreis Oldenburg. Spille sei der Standort – ob rechts oder links der Bundesstraße 213 – letztlich egal. Wichtig sei ihm, die Firmen in der Region zu halten und sie nicht nach Bremen abwandern zu lassen.
