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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Landessparkasse: Negativzins für Privatkunden kein Thema

19.08.2016

Oldenburg Die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) ist trotz der für alle Geldinstitute herausfordernden Niedrigzinsphase gut ins Jahr gestartet. „Wir sind sehr zufrieden mit dem ersten Halbjahr“, sagte der Vorstandsvorsitzende Gerhard Fiand am Donnerstag gegenüber dieser Zeitung. Sowohl im Kredit- als auch im Einlagengeschäft habe man zulegen können.

Nach Angaben des LzO-Vorstands, dem neben Fiand noch Michael Thanheiser, Olaf Hemker und Jürgen Rauber angehören, sind die Bestände der Kredite und Darlehen im ersten Halbjahr um 1,8 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro gestiegen. Während bei Privatkunden vor allem Konsumentenkredite gefragt gewesen seien, hätten bei Firmenkunden Immobilienfinanzierungen und Investitionskredite im Mittelpunkt gestanden.

Die Kundeneinlagen seien im ersten Halbjahr um 0,8 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro gestiegen. Angesichts der Negativzinsen, die die Europäische Zentralbank (EZB) für Einlagen verlangt, die Geschäftsbanken bei ihr parken, sei man bei der LzO aber durchaus „froh darüber“, dass der Anstieg nicht so stark ausfiel wie in früheren Jahren.

Im eigenen Geschäftsbetrieb habe die LzO bislang keine Negativzinsen verlangt. „Für Privatkunden und für die Breite unserer Firmenkunden sind Negativzinsen kein Thema“, sagte Hemker. Mit einigen wenigen gewerblichen Großkunden habe man allerdings Gespräche geführt, um sie für das Thema zu sensibiliseren.

Das Anlegerverhalten sei stark vom niedrigen Zinsniveau beeinflusst gewesen, hieß es. Weiterhin stark gefragt gewesen seien täglich fällige Sichteinlagen und Tagesgeldkonten.

Allerdings habe es auch einen Schub im Wertpapiergeschäft gegeben. Privatkunden hätten im ersten Halbjahr deutlich mehr Wertpapiere und Fondsanteile neu gekauft als verkauft. Die Ersparnisbildung habe bei 75 Millionen Euro gelegen. Erfreulich hätten sich auch das Versicherungs- und Immobiliengeschäft entwickelt.

Sorgen bereitet der LzO aber die im Frühjahr eingeführte neue Wohnimmobilienrichtline. „Die Kreditinstitute werden dadurch gezwungen sein, künftig vermehrt Kreditwünsche abzulehnen, weil sich einige praxisferne Vorgaben nicht erfüllen lassen“, sagte Fiand. Die Richtlinie erschwere die Vergabe von Immobilien-Darlehen und könne dazu führen, dass in bestimmten Fällen Finanzierungen, die bislang problemlos genehmigt worden wären, nun nicht zustande kommen könnten.

Wie Thanheiser erläuterte, ist das Neugeschäft bei Immobilienkrediten bei der LzO im ersten Halbjahr um etwa ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Nicht alles, aber doch ein spürbarer Teil, sei auf die neue Kreditrichtline zurückzuführen.

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Im Zuge des sich ändernden Kundenverhaltens steht nach Angaben des LzO-Vorstands auch die Filialstruktur weiter auf dem Prüfstand. In den nächsten Jahren würden weitere Bankstellen in SB-Standorte umgewandelt und womöglich auch einzelne Standorte geschlossen. „Es wird aber keine Schließungswelle geben“, betonte Fiand. Aktuell unterhält die LzO in ihrem Geschäftsgebiet noch 94 Filialen. In der Spitzenzeit Anfang der 1990er-Jahre seien es 172 gewesen.

Für die zweite Jahreshälfte ist die LzO-Führung trotz aller Herausforderungen positiv gestimmt. Für das Gesamtjahr peilt die LzO einen verwendbaren Gewinn nach Steuern von 25 Millionen Euro an. Der Jahresüberschuss dürfte damit etwa auf Vorjahreshöhe (20 Millionen Euro) liegen. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen sei das ein „sehr gutes Jahr“, sagte Fiand.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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