Nethen - Der Beachclub Nethen darf künftig ganzjährig ein gastronomisches Angebot unterhalten. Möglich wird dies dank eines einstimmigen Beschlusses, den der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung im Dorfkrug Decker in Delfshausen gefällt hat. Die Politik befürwortete dort die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung des Bebauungsplanes 83B.

„Wir sind froh, dass das Verfahren jetzt abgeschlossen ist“, sagt Florian Zängler, der zusammen mit Ole Weber Geschäftsführer des Beachclubs ist. Viele Angebote, die in der jüngeren Vergangenheit gemacht wurden, darunter etwa das Frühstücksbuffet, seien nur geduldet worden, andere Veranstaltungen seien sogar untersagt worden.

„Für uns ist das jetzt wie ein Befreiungsschlag. Wir dürfen diese Sachen jetzt machen“, sagt Zängler. So könnten etwa Angebote für geschlossene Gesellschaften wie Hochzeiten gemacht werden, aber auch Firmenfeiern seien möglich. „Gerade stellen wir uns für den Bereich Tagungen auf“, sagt Zängler.

„Für uns ist das natürlich kein Freifahrtsschein“, betont Weber. Die nun festgesetzten Regelungen im Bebauungsplan würden es aber möglich machen, „die Kreativität, die wir immer hatten, auszuleben.“

Weiterhin begrenzt bleibt die Zahl der Großveranstaltungen. Maximal fünf dürfen pro Jahr stattfinden, ein Kontingent, das schon bislang nicht in Anspruch genommen wurde. Neben der „Oldenbora“ an Pfingsten habe es stets nur eine weitere Großveranstaltungen gegeben, eine „Beach Party“.


Zum Saisonstart im kommenden Jahr soll auf dem Wasser eine Neuerung auf die Gäste warten, kündigt Zängler derweil schon einmal an. Dort wollen die Betreiber nämlich einen Wasserpark aufbauen. Erst einmal muss aber der Wasserstand des Sees wieder steigen. Nach dem heißen und trockenen Sommer ist der Pegel um rund einen Meter gesunken, sagt Zängler und fügt an: „Wir hoffen auf einen kalten und nassen Winter.“

Starten wird im kommenden Jahr auch ein Kochclub als neues Angebot im Beachclub. An bis zu vier mobilen Küchen können die Teilnehmer dann in speziellen Kursen mit einem professionellen Koch Gerichte zubereiten. Ende Januar geht es mit einem Sushi-Kurs los.

Möglich macht die Änderung des Bebauungsplanes auch eine Aufstockung des Hauptgebäudes. Dies hätten sich die Eigentümer der Anlage schon immer gewünscht, sagt Weber. Konkrete Pläne gebe es gegenwärtig allerdings nicht.

In der Ratssitzung stießen die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung des Bebauungsplanes auf volle Zustimmung. Die Geschäftsführer hätten bewiesen, dass sie einen guten Job machen, sagte Torsten Wilters (CDU). Es sei wichtig, dass sie sich weiterentwickeln könnten. Lars Krause (SPD) hielt die Entscheidung für nachvollziehbar, vom Saison- auf einen Ganzjahresbetrieb umzustellen. So könne auch das Personal dauerhaft gebunden werden. Evelyn Fisbeck (FDP) merkte an, dass es eine Entscheidung für den Beachclub, aber gegen die Bürger sei. Diese seien schon durch den Sandabbau belastet, nun komme zusätzlicher Autoverkehr hinzu. Diese Situation sollte beobachtet werden, gegebenenfalls müsse eingegriffen werden, sagte sie.

Frank Jacob
Frank Jacob Redaktion Rastede, Redaktion Wiefelstede