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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Finanzen: Neue Abgaben ärgern Kunden

16.10.2010

OLDENBURG Armin Heinz Kosche ist sauer, spricht von „Abzocke“. Der Rentner fühlt sich übers Ohr gehauen, von der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO). Der Grund: Eine Lastschrift, die von seinem Konto abgebucht werden sollte, aber nicht konnte, mangels Deckung. „Früher wurde der Betrag abgebucht, und dann zurückgebucht. Und er tauchte auf dem Kontoauszug auf“, sagt Kosche. Seit Oktober 2009 informiert ihn die LzO gesondert in einem Brief und bucht die Lastschrift gar nicht erst ab. Dieser Service freut den 61-Jährigen aber nicht, denn er kostet vier Euro. Außerdem werden noch 55 Cent für den Informationsbrief fällig.

„Dieses Vorgehen ist wichtig für den Kundenschutz“, sagt Christian Hoping vom Stabsbereich Vorstand der LzO. Seit Oktober vergangenen Jahres gelten bei der LzO die neuen allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), die an die EU-Richtlinie für den Zahlungsverkehr angeglichen wurde. „Seitdem müssen wir so vorgehen“, sagt Hoping. Die Kosten für die Zurückhaltung der Abbuchung und die Information des Kunden dürfen Geldinstitute in Rechnung stellen. „Wir haben uns das nicht ausgesucht.“

„Trifft nur die kleinen Leute“

Heinz Armin Kosche will dieses Argument aber nicht gelten lassen. „Ich wurde nicht einmal auf die neuen AGB hingewiesen“, empört er sich. Und dass diese Gebühr dann fällig wird, wenn ein Konto überzogen ist, zeige, „dass man nur wieder von den kleinen Leuten nimmt“. Diese Gebühr treffe häufig Ärmere.

Doch nicht nur die LzO geht seit dem vergangenen Jahr mit Lastschrift-Abbuchungen von überzogenen Konten anders um. „Bei uns kostet eine solche Benachrichtigung fünf Euro“, sagt Susanne Lafin von der Oldenburgischen Landesbank. Diese Gebühr gelte aber nur bei Lastschriften, für die keine Einzugsermächtigung vorliege. Denn diese seien von Gebühren ausgenommen. „Die meisten unserer Kunden regeln den Lastschrift-Verkehr per Einzugsermächtigung. Da fallen keine Kosten an.“ Allerdings gebe es auch hier Einschränkungen. „Gebühren anderer Banken, die im Rahmen einer nicht einziehbaren Lastschrift anfallen, geben wir natürlich weiter“, sagt Lafin.

Banken ohne Gebühren

Dass es auch anders geht, zeigt die Raiffeisenbank Oldenburg. Hier fallen weder für die Benachrichtigungen bei Lastschriften per Einzugsermächtigung noch per Abbuchung Kosten an. „Die Informationen finden die Kunden auf dem Kontoauszug“, sagt Axel Hinrichs, Leiter der Service-Beratung der Raiffeisenbank. Sollte der Auszug nicht am gleichen Tag der versuchten Lastschrift-Abbuchung gezogen werden, werde er zugeschickt, „auch kostenlos“.

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