Cloppenburg - Ende Oktober dieses Jahres wird die Osterstraße in Cloppenburg wieder durchgängig befahrbar sein. Endgültig fertiggestellt werde die Sanierung der wichtigen Hauptverkehrs- und Geschäftsstraße Ende November/Anfang Dezember, erklärte Erster Stadtrat Andreas Krems am Mittwochmorgen bei einem Ortstermin.
Die Kanalisationsanlagen und Versorgungseinrichtungen sind bereits fertiggestellt. Und auch die Archäologen haben ihre – für die Stadtgeschichte äußerst aufschlussreichen – Arbeiten (die NWZ berichtete) inzwischen abgeschlossen. Um die Bauarbeiten möglichst wenig zu behindern, hatten die Beschäftigten des Grabungsunternehmens Dirk Dödtmann (Dinklage) und der ehrenamtliche Cloppenburger Grabungshelfer Klaus Steinkamp nicht nur werktags bis spät in den Abend gearbeitet, sondern oft auch an den Wochenenden sowie an Feiertagen.
Bis zum Cityfest am letzten Septemberwochenende sollen die Fuß- und Radwege komplett hergestellt sein, damit die Gäste über die Mühlenstraße in die Innenstadt strömen können. Besucher, die mit dem Rad kommen, dürfen dann auch den neuen, beleuchteten Fahrradstand in der Kurve am Antoniusplatz benutzen. Abgeschlossen wird die Baumaßnahme mit den Anpflanzungen, dem Aufstellen von Mülleimern und dem Einbau eines neuen Schmutzwasserkanals auf dem Antonius-Parkplatz.
Ursprünglich hatte die Stadt erst im Februar 2015 fertig sein wollen, doch eine „Taktik-Umstellung“ sorgte dafür, dass es fortan wesentlich schneller ging. Konkret: Nach dem ersten Bauabschnitt wurde in Absprache mit den Anliegern von der halbseitigen auf eine Vollsperrung umgestellt. Die Arbeiten konnten so viel effizienter erledigt werden. Und auch der milde Winter 2013/2014 sorgte dafür, dass die verantwortlichen Bauarbeiter, Ingenieure und Archäologen ein für die Kaufleute an der Osterstraße elementar wichtiges Ziel erreicht haben: Nachdem die Vollsperrung im vergangenen Jahr für Umsatzeinbußen im Weihnachtsgeschäft von bis zu 30 Prozent gesorgt hatte, heißt es diesmal zum Fest für den Verbraucher „freie Fahrt“.
Und was kostet der Spaß nun? „In dem geplanten Kostenrahmen von 2,59 Millionen Euro bleiben wir deutlich“, erklärte Bauamtsleiter Armin Nöh. Dass die Schlussrechnung möglicherweise auch niedriger ausfallen könnte, wollte Nöh nicht bestätigen. In der nächsten Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses der Stadt am 18. September werde über die Kosten berichtet. „Dann wissen wir es bis auf 20, 30 000 Euro ganz genau.“
