Brüning - „Eine Spundwand aus Holz entlang der Welse war nahezu verrottet. Außerdem gab es eine Unmenge an eher kleineren Schäden am Brückenbauwerk“, sagt Joachim Delfs, Leiter des Geschäftsbereichs Oldenburg bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Auf einer Länge von gut 120 Metern hat die Behörde den Welselauf unterhalb der Autobahnbrücke der A 28 im Bereich Brüning quasi in ein neues Bett gelegt. In den vergangenen Jahren hatte der Bach weite Teile des Uferbereiches weggespült. Mitarbeiter der beauftragten Firma Hermann Jansen aus Aschendorf (Emsland) setzten eine neue Spundwand aus Stahl. An der Böschung wurden dicke Findlinge in ein Mörtelbett gelegt. Im Rahmen der Bauwerkssanierung wurde eine Vielzahl eher kleinerer Schäden an der Wand sowie der Brücke ausgebessert, sagte Delfs am Freitag der NWZ .

Die gut fünfwöchigen Arbeiten stehen kurz vor dem Abschluss. Den Bauarbeitern kam dabei das gute Wetter zugute, so Polier Dirk Röben. „Wenn es regnet, fließt hier viel Wasser durch“, hat er die Hinweise von Anliegern beherzigt. Auch ein Metallgeländer wurde einlang des Bachlaufs, der hier einem Kanal gleicht, angebracht. Für die Maßnahmen wurden insgesamt rund 80 000 Euro investiert, erklärte Delfs.

Im Geschäftsbereich Oldenburg der Landesbehörde werden derzeit im jährlichen Rhythmus etwa 1300 Brücken an Autobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen geprüft. Alls sechs Jahre erfolge eine Hauptprüfung nach DIN 1076; im dreijährigen Rhythmus eine einfache Prüfung. Sämtliche Mängel – so in Brüning – würden im Prüfbericht dargelegt und behoben.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent