Oldenburg - Die Aufnahme einer Ausbildung oder einer Umschulung und damit verbunden die Integration in den Arbeitsmarkt ist das Ziel von drei Fortbildungen, die das Jobcenter in Kooperation mit dem Bildungswerk der Gewerkschaft Verdi anbietet. „Wir wollen den Leuten Mut machen, dass sie wieder eine Chance sehen“, sagt Projektleiterin Kathrin Würdemann (Verdi).
Durch das Profil-Projekt zum Beispiel sollen Erwerbslose für eine berufliche Perspektive in der Pflege gewonnen werden. Die Qualifizierung eröffne mit Blick auf den Fachkräftemangel gute Chancen, betonte Heribert Manneck, Teamleiter im Jobcenter. Entsprechend groß ist das Interesse: Der am 5. Januar beginnende Lehrgang (18 Plätze) ist bereits ausgebucht. Es existiert eine Warteliste.
Das zweite Projekt mit dem Kurztitel „Aqua“ (Alternativen durch Qualifizierung und Ausbildung) wendet sich vor allem an Personen mit (Fach-) Hochschulreife und Studienabbrecher, die nach Alternativen in der dualen Ausbildung suchen.
„Zuko“ wiederum steht als drittes Projekt für „Zukunftsorientierung durch duale Ausbildung“. Dafür kommen Personen in Frage, die noch keine Erstausbildung abgeschlossen haben. „In beiden Projekten legen wir viel Wert auf persönliche Orientierung“, beschreibt Kathrin Würdemann. „Begleitet werden die Teilnehmer daher durch erfahrene Dozenten und pädagogische Fachkräfte.“
Nach einer Orientierungsphase zu Beginn folgt ein betriebliches Praktikum. Dort lernen die Teilnehmer die Anforderungen im Arbeitsalltag kennen. Zudem findet Unterricht mit Schwerpunkt Berufsorientierung statt.
Voraussetzung für die Teilnahme an den sechsmonatigen Lehrgängen ist der Bezug von Arbeitslosengeld II. Gefördert werden die Fortbildungen mit 165 000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds. Eine Kofinanzierung über 48 000 Euro erfolgt durch das Jobcenter.
