Essen - Das seit 2013 laufende Sportprojekt „Kicking Essen“ wird in abgespeckter Form weitergeführt. Künftig stellt die Gemeinde für das Angebot der Jugendförderung durch Fußball jährlich 11 600 Euro (bislang: 14 950 Euro) zur Verfügung. Das beschloss der Rat der Gemeinde Essen bei seiner jüngsten Sitzung am Montagabend einstimmig.
Ebenfalls einstimmig fiel das Votum, an der Alten Cloppenburger Straße auf einer nördlich des Feuerwehrgerätehauses gelegenen gemeindeeigenen Fläche ein Flüchtlingswohnheim mit 48 Plätzen zu bauen. Verbaut werden Module des örtlichen Betonwerkes Greten. Bauherr ist der Kreis Cloppenburg. Die Erdarbeiten und Arbeiten an der Infrastruktur können beginnen. Falls das Wohnheim nicht rechtzeitig zur Verfügung steht, können neu ankommende Flüchtlinge vorübergehend auf dem Jugend-Campingplatz unterkommen. Dort stehen acht Bauwagen mit 32 Schlafplätzen sowie ein massives Gemeinschaftshaus zur Verfügung.
Kontakt und Austausch
Die Gemeinde Essen übernimmt darüber hinaus die Trägerschaft für das im Sommer 2016 geplante und von der Essener CDU initiierte internationale Jugendfestival auf dem Gelände der Jugendbildungsstätte Haus Don Bosco. Die Gemeinde stellt sicher, dass dafür 50 000 Euro zur Verfügung stehen. Erwartet werden unter anderem Teilnehmer aus dem flämischen Essen und aus Constanza (Rumänien). Künftig sollen derartige Begegnungen alle drei bis fünf Jahre in Essen möglich sein.
Andreas Güttler, Allgemeiner Vertreter des erkrankten Bürgermeisters Georg Kettmann (CDU), informierte zudem den Rat darüber, dass derzeit 120 Flüchtlinge in Essen leben. Bis Ende März 2016 müsse die Gemeinde mit weiteren 69 Personen rechnen. Danach könnten, neuesten Prognosen zufolge, noch einmal doppelt so viele Asylsuchende nach Essen kommen. Dieses Szenario gut zu bewältigen bedürfe einer Reihe gemeinsamer Anstrengungen.
Dank für Kooperation
Der stellvertretende Bürgermeister Franz Hillen (CDU) bedankte sich bei allen Ratsmitgliedern und den Angehörigen der Verwaltung für eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit. „Trotz der riesigen Ausgaben 2015“, so Hillen weiter, „brauchen wir 2016 unsere Steuerhebesätze nicht zu erhöhen, weil wir in den vergangenen Jahren sehr moderat mit den vorhandenen Haushaltsmitteln umgegangen sind“, stellte er fest.
