Kirchhatten - Gästeführer sind so etwas wie das Salz in der Suppe, wenn es um Tourismus und Heimatkunde geht. Es sind gerade ihre geführten Touren, die Gästen und durchaus auch Einheimischen viele, noch nicht bekannte geschichtliche Zusammenhänge vermitteln. Umso wichtiger ist es, dass der Pool der Gästeführer nicht zu klein wird.

„Viele unserer Gästeführer sind seit langer Zeit dabei“, freut sich Karin Pieper über deren Treue. Allerdings liege die letzte Ausbildungsrunde bereits fünf Jahre zurück. Die Geschäftsführerin der Ländlichen Erwachsenenbildung Großenkneten (LEB) hat deshalb im September einen neuen Lehrgang gestartet. Unter den sieben Teilnehmern befindet sich mit Marina Franz auch die Gemeindemitarbeiterin, die sich in Zukunft verstärkt mit um den Bereich Tourismus kümmern soll.

Unter den Teilnehmern sind die beruflichen Qualifikationen bunt gemischt: Die Palette reicht vom Landwirt bis zur Kulturhistorikerin. „Jeder kann und soll seine eigenen Stärken einbringen“, sagt Karin Pieper. Bereits vor Beginn des sechs Monate dauernden Seminars (133 Unterrichtsstunden) wird in Gesprächen mit potenziellen Interessenten die grundsätzliche Eignung abgeklopft. Ganz einfach ist es nicht, was von Gästeführern erwartet wird. Neben Landes- und Regionalgeschichte gehören auch Kunst und Architektur zu den Schwerpunkten. Die Seminarteilnehmer müssen sich ferner das Rüstzeug aneignen, vor Gruppen frei zu sprechen und eigene Führungen auszuarbeiten, selbst Rechtsfragen werden nicht ausgeklammert. In dem Umstand, dass die angehenden Gästeführer aus Oldenburg, Hude, Ganderkesee, Großenkneten, Wardenburg und Hatten kommen, sieht die LEB-Geschäftsführerin einen Vorteil. Es gebe viele Touren in der Wildeshauser Geest, die die Gemeindegrenzen überschritten, da sei ein breites Wissen über alle Gemeinden nur von Vorteil.

Auch erfahrene Gästeführer, die ihr Wissen zu bestimmten Themen auffrischen wollen, sind jederzeit willkommen. Auskünfte über die Lernmodule gibt das LEB-Büro in Huntlosen unter t  0 44 87/7 50 79 90.