Garrel - In der Garreler Ortsmitte hat sich in den vergangenen Tagen und Wochen einiges getan. Neue Geschäfte sind entstanden, dafür sind anderen verschwunden. Ein Überblick:

    Restaurant Doina

Am Dienstag hat in Garrel im ehemaligen Restaurant Saloniki, im ersten Stock an der Hauptstraße 22, das Restaurant Doina eröffnet. Dort wird transsilvanisch-rumänische Küche angeboten. „Wir möchten gern unsere Kultur und unser Essen in Garrel bekannter machen“, sagt Geschäftsführer Nicolae Bogdan. Seine Familie stammt ursprünglich aus dem transsilvanischen Ort Hermannstadt. „Wir sind ein rumänisch-transsilvanischer Familienbetrieb“, sagt Bruder Lucian Bogdan.

Die kulturellen Einflüsse spiegeln sich sowohl in der traditionell gehaltenen Kleidung des Personals als auch in den vielen Dekorationsartikeln wie bemalten Wandtellern oder großen Schleifen aus traditionellem Stoff wider. In dem hellen, etwa 70 Personen fassenden Gastraum läuft rumänische Volksmusik, die in der Landessprache als „Doina“ bezeichnet wird, daher der Restaurantname. Nicht zuletzt stehen auch traditionelle Gerichte auf der Speisekarte.

Neben selbst gemachten Salaten und Broten werden Gerichte mit Geflügel, Rind und Schwein, aber auch Vegetarisches angeboten. Auf der Speisekarte steht etwa Sarmale. Hinter diesem typisch rumänischen Gericht verbergen sich Kohlrouladen mit einer Füllung aus Hackfleisch und Reis. Für Dessertliebhaber hält das Restaurant Doina einen saftigen rumänischen Apfelkuchen oder Siebenbürger Quarkkeulchen mit Sauerrahm und Blaubeerkonfitüre bereit.


Geöffnet hat das Restaurant jeden Tag von 10 bis 22 Uhr.

    Neue Fleischerei

Seit ein paar Wochen bereits betreiben Tülin und Serhat Uyar eine Fleischerei an der Hauptstraße 67 in Garrel. Vorher hatte dort Thomas Grothaus seine Fleischerei betrieben. Genannt haben die neuen Pächter ihr Geschäft „Kasap Samil“. Kasap ist die türkische Übersetzung für Fleischer, Metzger, berichtet Tülin Uyar im Gespräch mit der NWZ . Samil heißt der Sohn. „Geschlachtet wird hier nicht mehr“, schildert Firmenchef Serhad Uyar, der zudem in einer Garreler Großschlachterei beschäftigt ist. Das übernehmen ihnen bekannte Schlachter in der Region, denen sie vertrauen.

Vertrauen ist das Stichwort: Denn in der Fleischerei werden halal geschlachtete Rinder, Lämmer oder – nach Bestellung – auch Geflügel angeboten. Diese Tiere müssen dem islamischen Glauben entsprechend getötet werden. Sie werden dabei mit einem speziellen Messer mit einem einzigen großen Schnitt getötet. Mit dem Schächten soll das möglichst rückstandslose Ausbluten gewährleistet werden, da Blut als unrein gilt.

Geöffnet ist derzeit nur an drei Tagen in der Woche, Donnerstag, Freitag und Sonnabend. Neben Fleisch gibt es auch Produkte wie Oliven, Schafskäse, Tomatenmark, Kichererbsen oder eingelegte Bohnen.

    Buchhandlung zu

Geschlossen hat dagegen aus wirtschaftlichen Gründen die Buchhandlung Meibers, die an der Ecke Hauptstraße/Kaiforter Straße seit einigen Jahren Bücher und Bürobedarf angeboten hatte.

Gegenüber ist seit Kurzem ein Steuerbüro in die ehemalige Neue Apotheke eingezogen.

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)