Apen - Die Lokale Aktionsgruppe „Fehngebiet“ tüftelt zurzeit an einem neuen Konzept, mit dem EU-Leader-Mittel für die Förderperiode bis 2020 eingeworben werden sollen. Wie berichtet, will die Gemeinde Apen die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit den ostfriesischen Partnern fortsetzen und ist deshalb nicht im Verbund mit den anderen Ammerland-Gemeinden, um Projekte zu beantragen.

In einer Sitzung in Wiesmoor wurde jetzt ein Entwicklungskonzept festgelegt, das die Überschrift „Gemeinsam zu neuen Ufern“ trägt und das nach einem letzten Feinschliff im Januar beim Landwirtschaftsministerium in Hannover eingereicht werden soll.

„Formuliert sind darin Entwicklungsziele. Das Konzept gibt den Rahmen vor. Die Kommunen entwickeln daraus später konkrete Maßnahmen“, erläutert Bauamtsleiter Rolf Siems, der gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe „Fehngebiet“ ist. „In der Vergangenheit haben wir Leader-Mittel für die Bokeler Brücke oder die Brücke in Augustfehn II mit dem fehntypischen Aufbau bekommen“, nennt er Beispiele aus vorangegangenen Verfahren. Diesmal stehen für die Region voraussichtlich insgesamt 2,4 Millionen Euro zur Verfügung.

Wie Andrea Sope und Felix Käufler von der beim Landkreis Leer angesiedelten Geschäftsstelle erläutern, wolle man mit mehreren Entwicklungszielen in Hannover punkten. Dazu gehörten eine attraktive Wirtschaftsregion, bei der es auch um touristische Belange gehe, um eine generationengerechte Entwicklung, um Natur- und Klimaschutz, den Erhalt der wertvollen Fehnkultur sowie der Lebensqualität für die dort lebenden Bürger.

Bei der Entwicklung des Konzeptes waren auch zahlreiche Bürger eingebunden. So hatte im September eine Zukunftskonferenz in Remels stattgefunden, an der 150 Bürger teilgenommen und ihre Ideen eingebracht hatten (NWZ  berichtete).

Kerstin Schumann
Kerstin Schumann Redaktion Westerstede