Harpstedt/Klein Henstedt - Mit einem neuen Vorstand wird die 25-jährige Arbeit der Schutzgemeinschaft Klein Henstedter Heide e.V. fortgesetzt. Der bisherige Vorstand war im Frühjahr angesichts der Eingriffe in die erhaltenswerte Landschaft zurückgetreten. Die Wahl eines neuen Vorstandes erfolgte im Oktober. Zum Vorsitzenden wurde Jürgen Stöver gewählt. Er wird unterstützt vom zweiten Vorsitzenden Rudi Geisler, der Schriftführerin Hannelore Kolaschnik und dem Kassenwart Markus Ehlers.
Gerade angesichts der geplanten landschaftlichen Veränderung durch die 380-kV-Freileitung und einen großen Windpark sei das ehrenamtliche Engagement für Landschaft, Natur und Menschen wichtig.
Der neue Vorstand freue sich über die mutmachenden Rückmeldungen zur Fortsetzung der Schutzgemeinschaft, die nicht nur von Mitgliedern sondern auch von Anwohnern und den vielen Freunden der Klein Henstedter Heide kämen, so Rudi Geisler.
Es gebe eine Reihe aktueller Aufgaben, die unverzüglich fortgesetzt und neu angegangen werden sollen. Dazu gehöre die Fortsetzung des Kampfs für eine Erdverlegung der 380-kV-Trasse.
Die geplante Freileitung würde das Landschaftsbild massiv beeinträchtigen. Doch weit bedrohlicher sei das, was zurzeit die Samtgemeinde Harpstedt mit einer Änderung des Flächennutzungsplanes vorbereite: Die Klein Henstedter Heide solle großflächig auf 500 Hektar für eine intensive Windkraftnutzung vorgesehen werden. Eine große Zahl von Windrädern würde die schützenswerten Landschaftsbereiche unwiederbringlich zerstören. Der Naturpark Wildeshauser Geest wäre ebenfalls massiv davon betroffen.
„Wir befürworten auch bei uns Windkraftnutzung, aber wir sprechen uns aus gegen die weiträumige Verspargelung unserer Heimat, gegen die totale Zerstörung von Landschaft und Natur sowie gegen die vorgesehenen Belastungen für Anlieger durch 200 Meter hohe Monsterwindräder“, ist sich die Schutzgemeinschaft einig.
Überrascht zeigt sich der Vorstand auch von der Art und Weise, wie die Planung bisher vollzogen wurde. Die Schutzgemeinschaft mahnt ein faires Verfahren an.
Neben den genannten vorrangigen Arbeitsfeldern seien verschiedene andere Aktivitäten geplant: eine Anlage von Blühstreifen, Pflege von Mooren, Mitwirkung bei der Leader-Bewerbung des Landkreises, Erstellung von Informationsmaterial und Fotokalendern.
Zu den neuen Impulsen gehört auch die engere Zusammenarbeit mit den Imkern, die gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft das Naturzentrum Riehe betreiben.
