Wahnbek - „Dieses Haus aufbauen zu dürfen, hat viel Spaß gemacht. Jetzt freue ich mich, es mit Leben zu füllen“, sagte Sabine Schäfer am Montagnachmittag anlässlich der Eröffnung der Kinderkrippe an der Müritzstraße in Wahnbek. Die Leiterin der neuen Einrichtung, die als Außenstelle des Wahnbeker Kindertreffs an der Jadestraße geführt wird (NWZ  berichtete), begrüßte viele Gäste vor dem Neubau – von Eltern mit ihren Kindern über am Bau beteiligten Firmen bis hin zu Vertretern aus Rat und Verwaltung.

2011 war an der Jadestraße in Wahnbek die erste Kinderkrippe mit 30 Plätzen in Betrieb genommen worden. Sabine Schäfer berichtete, dass zwei Jahre später abzusehen gewesen war, dass diese Plätze nicht reichten. Ein benachbartes Grundstück wurde für eine Erweiterung ins Auge gefasst, erwies sich aber als zu klein.

Im Neubaugebiet an der Müritzstraße wurde dann ein passendes Areal gefunden. „Es ist schön, zwei Häuser zu haben. So bleibt das Kleine und Familiäre erhalten“, sagte Sabine Schäfer. Auch in der zweiten Einrichtung können 30 Kinder betreut werden.

Die Fribo-Mitarbeitergenossenschaft als Investor habe den Bau in Rekordzeit hochgezogen. Lediglich witterungsbedingt seien noch einige Arbeiten offen. Die Fassade müsste noch gestrichen und das Außengelände hergerichtet werden. „Das folgt in den kommenden Wochen“, sagte Sabine Schäfer.

Träger der Krippe ist wie an der Jadestraße der Verein Ammerländer Kindertreff. „Wir sind stolz, dass die Gemeinde uns wieder das Vertrauen ausgesprochen hat“, sagte Vorsitzende Kornelia Gabrysch.


Bürgermeister Dieter von Essen sagte: „Mit der Einweihung der zweiten Krippe geht ein in Wahnbek langgehegter Wunsch in Erfüllung, denn der Bedarf an zusätzlichen Krippenplätzen zeichnete sich seit geraumer Zeit ab.“

Die Gemeinde hat die Einrichtung von der Fribo-Mitarbeitergenossenschaft bauen lassen und mietet das Gebäude für 25 Jahre an. Für die Schaffung der 30 Krippenplätze gab es vom Bund und vom Land einen Zuschuss in Höhe von insgesamt 360 000 Euro.

Für Musik sorgte die Wiefelsteder Sängerin Beatrix Mosqueda-Steinhoff vom Verein „Tukul – Hilfe für äthiopische Waisenkinder“. Das Team der Krippe habe die Patenschaft für ein Kind in Äthiopien übernommen, erläuterte Sabine Schäfer.

Frank Jacob
Frank Jacob Redaktion Rastede, Redaktion Wiefelstede