Osternburg - Die Landessparkasse zu Oldenburg baut in Osternburg eine neue Filiale – 80 Jahre, nachdem das Institut sich erstmals in dem Stadtteil angesiedelt hat. Das bestehende Gebäude an der Kreuzung Bremer Straße/Stedinger Straße werde ab Februar abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, in dem auch 18 Wohnungen Platz finden, kündigte am Dienstag Christian Köhler, Direktor Privatkundengeschäft bei der Landessparkasse, an.

Für die Übergangszeit – mit der Eröffnung der Filiale im Neubau wird Mitte 2017 gerechnet – zieht die Filiale Osternburg am Wochenende 30./31. Januar in ein nahe gelegenes Gebäude an der Cloppenburger Straße 2. Dort war bis vor zwei Jahren eine OLB-Filiale untergebracht.

Die Entscheidung für den Neubau sei bereits 2012 gefallen, berichtete Köhler. Grundsätzlich sei man bei der LzO bereits damals übereingekommen, dass die Filiale Osternburg kein zeitgemäßes Ambiente mehr für die Beratung von Kunden biete „und unseren Ansprüchen nicht mehr genügt“. Es habe dann aber etwas gedauert, bis man sich über die Modalitäten geeinigt und einen Investor gefunden habe.

Inzwischen hat die LzO das Areal an die Moorkamp Projektbau aus Steinfeld/Kreis Vechta veräußert, mit dem die LzO bereits die Filiale Lohne neu gestaltet habe, sagte LzO-Sprecher Hans Günter Rostalski. Die Landessparkasse werde die Räume der Filiale später zurückkaufen: „Das ist günstiger, als sie zu mieten“, begründete Köhler das Vorgehen. „Unsere neuen Filialräume liegen im Erdgeschoss und werden mehr als 400 Quadratmeter groß sein“, sagte Klaus Carstens, Leiter der LzO-Filiale Osternburg. Allein das SB-Foyer werde mit 58 Quadratmetern drei Mal so groß sein wie heute.

Bei den 18 Wohnungen in dem Neubau wird es sich nach Angaben von Christian Köhler hauptsächlich um „Mikro-Wohnungen“ handeln – in der Größenordnung ab 26 Quadratmetern. „Diese Wohnungen fehlen auf dem Markt“, sagte er. Zudem werde es einige größere Wohnungen geben. Für die Mieter werde eine Tiefgarage gebaut. Der bestehende Parkplatz für die LzO-Kunden mit 15 Stellplätzen bleibe bestehen, die Stellplätze an der Stedinger Straße vor dem Gebäude fallen weg. Zudem werden 32 Fahrradstellplätze angelegt.


1936 hatte die Landessparkasse das ehemalige Garnisonlazarett an der Bremer Straße für 26 000 Reichsmark gekauft und dort eine Filiale eingerichtet, um „die Hauptanstalt zu entlasten“, wie es damals hieß. Das Gebäude wurde mehrfach umgebaut, zuletzt 1959. „Weitere Sanierungen würden sich nicht mehr rechnen“, sagte Christian Köhler.

Osternburg sei ein dynamisch wachsender Stadtteil, in dem die LzO Wachstum verzeichne und weiter erwarte. Das Institut profitierte von dem Zuzug ins Quartier, sagte Köhler. Heute habe die Filiale 5600 Kunden.