Hude - Bernd Domsel wartet auf die Bahn – und die kommt schnell. Nicht nur sein Zug, sondern auch die Mitarbeiter, die eine Anregung von ihm umsetzten.
Domsel hatte angemerkt, dass an dem neu renovierten Bahnsteig für Intercity-Züge kein Wagenstandsanzeiger, auch Wagenreihungsplan genannt, zu finden sei. Und wie solle man ohne erkennen, wo welcher Waggon hält, damit man nicht während der Fahrt durch den ganzen Zug hetzen muss, um seinen Platz zu finden?
Auf Nachfrage der NWZ sagt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis vor einigen Tagen, dass es in Hude in der Vergangenheit gar keinen Wagenstandsanzeiger gegeben hätte, nach dem Umbau der Station nun aber ein entsprechender Aushang möglich sei und in rund vier bis sechs Wochen montiert werden würde.
„Traurig, dass die Bahn erst ein Jahr nach Fertigstellung des Bahnhofes reagiert hat. Ich hatte gehofft, dass sie das selber merkt und den Wagenstandsanzeiger anbringt. Das gehört schließlich zum Service dazu“, sagt der 49-jährige Huder. Schon beim Fahrplanwechsel habe er darauf gehofft, damals leider noch vergeblich.
Nun war die Bahn doch schneller, als angekündigt und sein Warten hat ein Ende und damit zum Glück auch das Irren und Wirren durch den Zug.
Aber wo Domsel gerade schon dabei ist, einige zusätzliche Anregungen hätte er für die Deutsche Bahn auch noch. „Warum gibt es auf den Bahnsteigen zum Beispiel nur einen Lautsprecher?“, fragt er. So könnten die Menschen, die weiter hinten auf dem Bahnsteig warten würden, die Durchsagen unmöglich hören.
Das gleiche gelte für die schicke Anzeigentafel. Nun habe Hude schon eine LED-Anzeige, auf der immer aktuell informiert werde, ob ein Zug Verspätung habe, aber es sei eben nur eine Anzeigentafel. „Würde es denn so viel mehr kosten, eine zweite etwas weiter hinten an dem Gleis aufzustellen? Ich glaube nicht“, ist sich Bernd Domsel sicher.
