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NWZonline.de Region

„Neue Osnabrücker“ auf großer Einkaufstour

25.02.2016

Osnabrück Spektakuläre Entwicklung auf dem regionalen Zeitungsmarkt: Die Osnabrücker NOZ Medien („Neue Osnabrücker Zeitung“) übernimmt mehr als 30 Tageszeitungen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern und rückt damit nach Auflage in den Kreis der zehn größten deutschen Zeitungsverlage auf.

Der Kauf der medien holding:nord-Gruppe („Flensburger Tageblatt“, „Schweriner Volkszeitung“) stehe aber noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Prüfung, teilte das Medienhaus in Osnabrück am Mittwoch mit. Durch die Übernahme steigt die tägliche Auflage aller Zeitungen der Gruppe von jetzt 175 000 auf mehr als 460 000 Exemplare.

„Neben dem Aufbau neuer Geschäftsfelder ist die Weiterentwicklung des Kerngeschäftes die zentrale Aufgabe, um die Zukunftsfähigkeit von NOZ Medien zu sichern“, werden die beiden NOZ-Geschäftsführer Christoph Niemöller und Laurence Mehl in einer Verlagsmitteilung zitiert. Sie sprachen von einem „historischen Meilenstein“. Niemöller und Mehl informierten am Mittwoch die Mitarbeiter an verschiedenen mh:n-Standorten über die Übernahme.

„Über Umsatzzahlen und Kaufpreis ist Stillschweigen vereinbart worden“, sagte die Sprecherin der NOZ Medien, Kristina Hoppe. Die Mediengruppe beschäftigt derzeit knapp über 1000 Mitarbeiter, die mh:n-Gruppe hat den Angaben zufolge 1500 Mitarbeiter. Es sei zu früh, einen Aussage über die Entwicklung der Mitarbeiterzahl zu machen, sagte Hoppe.

Flaggschiff der NOZ Medien ist die „Neue Osnabrücker Zeitung“. Sie zählt zu den meistzitierten Tageszeitungen in Deutschland und hat eine tägliche Auflage von rund 160 000 Exemplaren. Hinzu kommt das im vergangenen Jahr übernommene „Delmenhorster Kreisblatt“ mit rund 15 000 Exemplaren.

Bei der medien holding:nord-Gruppe erscheinen 33 Tageszeitungen mit einer Auflage von 285 000 Exemplaren und mehr als 40 Anzeigenblätter mit einer Auflage von 3,4 Millionen. Zur Holding gehören unter anderem der sh:z-Verlag in Flensburg, der A. Beig-Verlag in Pinneberg und der Zeitungsverlag Schwerin.

Die mh:n-Gruppe sprach von einem wichtigen Schritt zur Sicherung des Unternehmens und zur Fortführung aller Titel. „In einer sich schnell wandelnden Medien- und Zeitungslandschaft haben wir mit NOZ Medien einen Käufer gefunden, der die Stärke des sh:z weiter ausbauen kann, und der sich im deutschen Zeitungsmarkt damit eine zukunftssichere Stellung verschafft“, sagte der Sprecher der Gesellschafter der mh:n-Gruppe, Andreas Dethleffsen. Weil es zwischen den beiden Verbreitungsgebieten keine geografischen Überschneidungen gebe, würden die Verlags- und Druckstandorte weitergeführt.

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