Hude - Die nächsten Termine für Führungen mit dem Förster durch den Friedwald Hasbruch stehen fest. Ein Begräbnis unter einem selbstgewählten Baum in der freien Natur ist dort seit dem 18. Juni 2004 möglich, wie der Betreiber mitteilt. Bislang ruhen dort bereits 2 955 Menschen. Aber auch als Vorsorgekonzept hat sich der Bestattungswald etabliert. Rund 7 795 Menschen haben sich schon zu Lebzeiten für eine letzte Ruhe im Friedwald Hasbruch entschieden. Sie haben sich entweder einen Platz an einem Gemeinschaftsbaum ausgesucht oder sind als Berechtigte an einem Familien- oder Freundschaftsbaum eingetragen.
In regelmäßigen Abständen führen Förster Interessenten durch ihr Revier im Friedwald Hasbruch und informieren über Grabarten, Baumauswahl und Beisetzung. Eine Führung durch den Friedwald bietet Einblicke in das Konzept. Wer mehr erfahren und den Friedwald Hasbruch persönlich kennenlernen möchte, kann sich unter 06155 / 84 82 00 oder im Internet unter www.friedwald.de zu einer kostenlosen Waldführung anmelden. Die ersten Termine im neuen Jahr sind am 16. Januar, 13. Februar und am 5. März jeweils um 14 Uhr. Treffpunkt ist der Friedwald-Parkplatz.
Seit Mitte 2000 gibt es das Friedwald-Konzept in Deutschland. Mit dem Friedwald Reinhardswald bei Kassel wurde im Jahr 2001 der erste Bestattungswald in der Bundesrepublik eröffnet. Knapp 50 verschiedene Baumarten stehen bundesweit auf 350 Hektar Wald verteilt zur Auswahl. Mittlerweile gibt es 56 Standorte in Deutschland, die sich von Rügen im Norden bis nach Heiligenberg an Bodensee über die ganze Bundesrepublik verteilen. Die Friedwald GmbH unter der Leitung von Petra Bach sitzt in Griesheim bei Darmstadt.
