Ramsloh - In Ramsloh soll ein neues Wohngebiet bei der ehemaligen Mülldeponie im nördlichen Bereich Westermoorgraben/Sagter Ems/Hauptstraße entstehen. Dabei handelt es sich um eine Erweiterung einer bereits ausgewiesenen Wohnbaufläche.
Werner Gieselmann vom Büro für Stadtplanung stellte den Mitgliedern des Ausschusses für Planung, Bau und Umwelt am Donnerstag im Rathaus den Planentwurf vor. „Eine Bebauung auf der ehemaligen Mülldeponie ist nicht möglich“, sagte Gieselmann, „der Gutachter empfiehlt, einen Pufferstreifen zwischen der geplanten Wohnbaufläche und der Deponie zu lassen“. Zum Schutz vor einer möglichen Berührung mit Altlast soll zudem eine 16 Zentimeter dicke Deckschicht auf dem Gelände der ehemaligen Deponie entstehen.
Nach Angaben von Gieselmann sei inzwischen ein Gutachten über Lärmbelästigung vorgelegt worden. Der Verkehrslärmbelästigung durch die Bundes- und die Hauptstraße könnte nach Angaben des Planers durch einen passiven Schutz und durch Lärmschutzfenster an den Gebäuden entgegengewirkt werden.
Kritischer sah Gieselmann die Lärmbelästigung durch die Kartbahn (Motodrom) an der Hauptstraße. „Durch gewerblichen Lärm fühlen sich die Menschen stärker gestört. Die Kartbahn weist eine deutliche Überschreitung des Richtwertes auf. Hier ist kein passiver Schutz möglich“, erklärte Gieselmann. Die Errichtung eines Lärmschutzwalles entlang der Hauptstraße von 4,90 Metern Höhe und 180 Metern Länge würde lediglich die Untergeschosse schützen. Der Wall müsse 6,80 Meter oder höher sein, damit die Richtwerte nicht überschritten werden.
Nach Angaben von Gieselmann sei es zwar möglich, den 4,90 Meter hohen Wall zu bauen. Jedoch könnten dann einige Anwohner keine zu öffnenden Fenster in Richtung der Kartbahn im Obergeschoss installieren. Diese Einschränkung betreffe zwei bis drei Grundstücke im Norden. „Ich finde es nicht gut, dass wir den Eigentümern direkt Einschränkungen mit auf den Weg geben“, äußerte sich Gerd Dumstorff (CDU) zu Wort. Er beantragte, dass die Verwaltung prüft, ob Verhandlungen mit dem Besitzer der Kartbahn möglich sind, damit er auf seinem Gelände einen Wall errichten lässt. Der Vorschlag wurde in die Beschlussvorlage aufgenommen. Bei einer Enthaltung (UWG) stimmten die Mitglieder des Ausschusses dem Bebauungsplan zu.
