NEUENBROK - Die Zahl der Kühe ist im Bezirk des Milchkontrollvereins Neuenbrok wieder kräftig angestiegen. Das teilte Geschäftsführer Gustav Döding mit. Auf der Jahreshauptversammlung konnten sich 61 Landwirte von den Leistungen ihrer Kollegen überzeugen.
224 Kühe mehr als im Vorjahr konnte der Vorsitzende des Milchkontrollvereins, Dieter Oncken, vermelden. Kleiner Wermutstropfen dabei: Die Leistung ist im zurückliegenden Jahr leicht gesunken. Im Schnitt 80 Liter Milch gab jede Kuh.
Wie Andreas Vogel den Landwirten sehr zu deren Verärgerung mitteilte, habe das Land Niedersachsen seine Zuschüsse für die Milchleistungsprüfung weiter gesenkt. Das bedeutet eine Anhebung der Gebühren für die Elsflether Landwirte. Im Anschluss an die wichtigsten Zahlen hatten die Mitglieder des Vereins einen besonderen Gast im Hause: Stress- und Kommunikationstrainer Christian Macha, der in Moorriem lebt, hielt einen Vortrag über Stressmanagement. „Wie bewältige ich meine Gedanken“, lautete die Eingangsfrage, mit der sich im Folgenden die Landwirte beschäftigten. Zeitmangel und Leistungsdruck gehen auch an Landwirten heutzutage nicht mehr spurlos vorüber.
Im Bezirk des Milchkontrollvereins befinden sich aktuell 84 Betriebe mit insgesamt 7300 Kühen. Diese gaben im Jahr 2011 insgesamt 7700 Liter Milch, was einen leichten Rückgang von 80 Litern bedeutet.
Hier die besten Ergebnisse der Landwirte: In der Gruppe bis 40 Kühe: Hans-Rudolf Ebeling aus Moordorf. Bis 60 Kühe: Manfred Gerdes aus Butteldorf. Bis 100 Kühe: Ralf Schnatbaum aus Fuchsberg. Über 150 Kühe Carsten Glüsing-Lüerßen aus Nordermoor.
Bei den höchsten Leistungen innerhalb 305 Tage lag Georg Alter aus Elsfleth vorne: Seine Kuh Diana gab 16 300 Liter Milch. Die höchsten Färsenleistungen (zum ersten Mal gekalbt) erzielte auch Georg Alter mit 343 Kühen. Die höchsten Lebensleistungen hatte ebenfalls Georg Alter mit „Superkuh“ Davina. Die Superkuh brachte acht Kälber zur Welt.
