NEUENBURG - NEUENBURG - Am „Tag des offenen Denkmals“ am 11. September öffnet auch der Restaurator im Handwerk, der Tischlermeister Horst Sprung, in Neuenburg in der Pohlstrasse 76 seine Werkstatt für die Öffentlichkeit. Der Sachverständige der Handwerkskammer Oldenburg und Ansprechpartner der „Interessengemeinschaft Bauernhäuser“ (IGB) erwartet Mitglieder der IGB ebenso wie Freunde alter Häuser – und er möchte neue Freunde alter Häuser gewinnen. Dafür zeigt er eine Ausstellung, die sich auf die Altbausanierung, die Restaurierung von Fenstern und Türen wie auch auf Möbel bezieht. Sprung möchte mit der Ausstellung und entsprechenden Informationen auch für Handwerker einen Beitrag leisten, Altes beim Alten zu lassen und notwendigerweise für Reparaturen statt Ersatz zu plädieren. Ihm kommt es auf das richtige Sanieren und Restaurieren an.
Deshalb bietet er auch ständig bei der Kreisvolkshochschule Seminare an. Bis zu 20 Prozent Substanzaustausch bei Fenstern und Türen seien in der Regel sinnvoll und wirtschaftlich vertretbar, so der Fachmann, der erklärt, dass moderne Fensternormen für Neubauten entwickelt wurden. Sie seien für Altbauten weder gesetzlich vorgeschrieben noch seien sie zwingend notwendig. Ein hoher Prozentsatz schadhafter Fenster sei mit geringeren oder höchstens den gleichen Kosten zu reparieren, die man für entsprechende neue Fenster aufwenden müsste. Eine Reparatur rette das historisch wertvolle Original. „Eigentlich sollten sich die Eigentümer historischer Gebäude der hausgeschichtlichen Bedeutung von Fenstern bewusst sein“, ist seine Meinung.
Der Energiespareffekt neuer Fenster werde häufig überschätzt. Heizenergie lasse sich in der Regel auch mit innenseitig in der Laibung vorgesetzten Zweitfenster oder einem Umbau vorhandener Fenster zu Kastenfenstern erreichen.
Während der Restaurator seine Werkstatt für alle Interessenten von 9 bis 18 Uhr geöffnet hält, zeigt Marike Sprung, die als anerkannte Heilerin gilt, in ihrer Praxis für Geistiges Heilen Edelsteine.
