NEUENBURG - Das baufällige, 240 Jahre alte Harms-Hus hat mit seiner günstigen Lage in der Mitte des Ortes und der direkten Nachbarschaft zum Dörpplatz eine besondere Bedeutung für den Heimatverein und seine Aktivitäten. „Nach der Fertigstellung wird es Teil eines innerörtlichen Ensembles historischer Bauten Neuenburgs sein", erläuterte Hein-Jürgen Thalen, der als Initiator des Projektes auch die Planung und Bauleitung für das Harms-Hus übernommen hatte, am Samstag, „und damit als das letzte Bindeglied den Kreis geschichtsträchtiger Gebäude rund um das Schloss und das Rauchkatengelände schließen.“
Bereits 2007 konnte der Heimatverein Neuenburg mit Eigenmitteln sowie mit großzügiger Unterstützung, vor allem durch die Gemeinde Zetel, das baufällige Gebäude sowie das dazugehörige, etwa 1000 Quadratmeter große Grundstück von Lisa Harms erwerben. Damit ist es das erste Gebäude im vollständigen Besitz des Heimatvereins, der jetzt alle erforderlichen Genehmigungen und Zuwendungsbescheide zusammengetragen hat. Nun kann, nach bereits erfolgten Aufräum- und Sicherungsmaßnahmen, mit den erforderlichen Instandssetzungsarbeiten fortgefahren werden.
Aufgrund des enormen Umfangs der anstehenden Bauarbeiten und der Tatsache, dass ein Großteil davon ehrenamtlich erfolgt, ist nicht vor Ende des nächsten Jahres mit der Fertigstellung des Umbaus zu rechnen. „Daher sind wir über jede aktive Unterstützung sehr dankbar“, sagt der erste Vorsitzende des Heimatvereins, Detlef Osterthun, der selbst auch handwerklich mit „Hand anlegt“ und gleichzeitig allen bisher Beteiligten seinen Dank ausspricht. Interessierte können sich bei Berndt Kriebitzsch informieren unter Telefon 04452/7731.
Nach der Fertigstellung soll die „Neeborger Heimatstuv“, so wird das Haus später heißen, ein lebendiges Haus der Begegnung werden. „Wir wollen kein neues Museum und auch kein öffentliches Café daraus machen“, so Detlef Osterthun, „sondern ein Haus für die Dorfgemeinschaft, für Büro und Arbeitsgruppen des Heimatvereins, für Workshops und Aufführungen, für plattdeutsche Gesprächskreise, für Künstler,- eben einen Treffpunkt für alle Interessierten und ein Ort, an dem wir unsere Aktivitäten bündeln können.“ Optimal geeignet für derlei Aktivitäten sei, nach Ansicht von Hein-Jürgen Thalen, besonders die „Grode Deel“, ein neu geschaffener Bereich mit Feuerstelle im Erdgeschoss des neuen Heimathus.
