NEUENBURG - „Wenn jemand das schafft, dann Ihr!“ Was die handwerklichen Fähigkeiten der Mitglieder des Heimatvereins Neuenburg angeht, ist sich Zetels Bürgermeister Heiner Lauxtermann ganz sicher. Schließlich hatten sie schon bei der Friesenscheune auf dem Rauchkatengelände viel Können bewiesen – und das brauchen sie auch jetzt, denn das Sanierungs-Projekt „Harms Huus“ steht auf dem Plan.

Dem rund 240 Jahre alten Gebäude, das im Ortskern Neuenburgs liegt, hatte der Abriss gedroht – zu sehr war es verfallen, zu groß das Interesse an dem zentralen Grundstück. Aber der Heimatverein entpuppte sich als Retter und kaufte das Haus, das er nun zu einem Schmuckstück und zu einem Ort der Begegnung machen möchte.

Vor wenigen Tagen trafen sich die Mitglieder, Bürgermeister Lauxtermann, Erster Gemeinderat Bernd Hoinke und weitere Interessierte zur Grundsteinlegung. Vorsitzender Detlef Osthertun würdigte dabei die ehrenamtliche Arbeit der vielen Helfer, die sich – in welcher Form auch immer – für das Haus engagieren. So gehören beispielsweise zur „Maurerkolonne“ unter anderem Konrad Cimander, Herbert Jäkel, Günter Bohlen, „Alterspräsident“ Eduard Abrahams (86), Bernhard Langerenken, Hartmut Jost und Ralf Splitthoff. „Angeschoben“ hatte das Projekt Hein Jürgen Thalen, der immer wieder darauf hingewiesen hatte, dass das „Harms Huus“ gerettet werden müsse. Und ein ganz starker Verfechter der Sanierung ist auch Vereinsmitglied Bernd Kriebitzsch.

„Mit überwiegend ehrenamtlicher Arbeit soll das Gebäude möglichst wieder nach dem ursprünglichen Erscheinungsbild restauriert und neu aufgebaut werden“, sagte Osterthun anlässlich der Grundsteinlegung. Das Haus solle ein „Ort der Begegnung“ werden. Der Vorsitzende dankte dem Landkreis, der Gemeinde Zetel, Banken und Stiftungen, die das Projekt mit Zuschüssen und Spenden unterstützen.