NEUENBURG - Arnold Meiners aus Zetel muss es wissen, schließlich ist er seit Jahrzehnten im Blumen- und Pflanzengeschäft tätig. „Dieses Jahr ist ein gutes Jahr für Rosen und Hortensien.“ Verantwortlich macht er dafür vor allem das wechselhafte Wetter aus Sonne und Regen. Während der dreitägigen Schlosspartie in Neuenburg haben Meinres und seine Kollegen aus der Branche im wahrsten Sinne des Wortes eine bunte Palette an Blumen und Pflanzen präsentiert, die das Herz jedes Gartenfreundes höher schlagen lässt. Ohne diese Pracht und die dazu gehörige Gartengestaltung und Gartenkunst aus Metall und Ton kommt keine Schloss-, Garten- oder Landpartie aus.

So abwechslungsreich wie das Angebot aus Freizeit, Gewerbe und Kunst in Neuenburg gewesen ist, so abwechslungsreich war auch das Wetter am Sonnabend. Der Sonntag war von Sonne geprägt und hat die Besucher in Massen angezogen. So konnte Organisator Bodo Bobic mehr Gäste zählen als in den Jahren zuvor. „Wir sind ebenso zufrieden wie die Aussteller“, bilanzierte er.

Doch ein Regenschauer hat auch Vorteile. Die Besucher bleiben länger in den Zelten und in der Friesenscheune und nehmen sich mehr Zeit für die dortigen Produkte. Diese Feststellung machte zumindest Sigrid Busch vom Spieleladen „Tabula Magica“ am Sonnabend. So war auch es lohnenswert, die von Alfred Baumann in Öl gemalten Stillleben einen Augenblick länger zu betrachten. „Das Interesse der Besucher ist groß“, sagte der Künstler.

Glück hatten am Sonnabend die Kinder des Tanzstudios „Let‘s Dance“. Als sie auftraten, schien die Sonne und bescherte ihnen volle Ränge vor der Bühne. Das Blasorchester Harlinger Land spielten ihre schönen Melodien vor wenig Zuschauern, allerdings konnten die Besucher sie während ihres Bummels auf dem Gelände überall hören. Am Sonntag hingegen waren die Zuschauerplätze bei jeder Bühnenshow rappelvoll.

Im Schatten des alten Schlosses boten die Firmen neue, moderne Techniken an, die bei den Besuchern auf sichtbares Interesse stießen – Solarwärme und Photovoltaikanlagen, Autos, die mit Gas fahren, neue Techniken der Wärmeisolierung von Gebäuden oder auch moderne Heizkessel.


Die vierte Neuenburger Schlosspartie präsentierte sich international. So waren erstmals Tourismusfachleute aus dem 90 Kilometer entfernten Winschoten zu Gast und warben unter anderem für ihr Rosarium, einer von vier großen Rosengärten in den Niederlanden. „Unsere Bürgermeisterin besuchte im Vorjahr die Schlosspartie und war begeistert“, erklärte Mathieu van Schaik den Grund für den Auftritt der 20 000- Einwohner-Stadt. Auf schulischer Ebene gibt es bereits Kontakte. Mitgebracht hatten die Holländer auch einen Bäcker aus Winschoten. Donald de Vries verwöhnte die Schlosspartie-Besucher mit holländischen Poffertjes.

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