NEUENBURG - Einen gemeinsamen deutschen Anglerverband mit den ostdeutschen Sportfischern strebt der Deutsche Fischerei-Verband an. Das bekräftigte Präsident Holger Ortel (MdB) am Sonnabend in Neuenburg bei der Jahresversammlung des Fischereiverbands. Nicht wenige Themen, die für die Sportfischerei von entscheidender Bedeutung sind, würden durch die Verbände parallel bearbeitet. Beispielsweise die Bemühungen, vom Aussterben bedrohte Fischarten wieder anzusiedeln oder der Einsatz für die Verbesserung der Fließgewässer.
Dr. Peter Breckling, Generalsekretär des Deutschen Fischerei-Verbandes kritisierte die Vertreibung der Fischerei aus Fanggebieten, wo nun Windenergie erzeugt wird. Von einem Rätsel berichtete Vorsitzender Dirk Sander, vom Verband der kleinen Hochsee- und Küstenfischerei. „In einem 80 Kilometer breiten Streifen in der Nordsee, wo es vor 15 Jahren noch jede Menge Plattfisch gab, sind heute nur Krabben und Seesterne zu finden“.
