NEUENBURG - Die Forstämter seien nach der Forststrukturreform gehalten, wirtschaftlich zu arbeiten, stellte Ehlen klar, das Forstamt habe nichts von touristischer Nutzen. Nach einem agrarpolitischen Rundumschlag nahm Hans-Heinrich Ehlen Stellung zum Thema Bewirtschaftung des Waldes und Pflege der Wanderwege. Neben zahlreichen Bürgern waren Zetels Bürgermeister Heiner Lauxtermann, seine Vareler und Bockhorner Amtskollegen Gerd-Christian Wagner und Ewald Spiekermann sowie Forstamtsleiter Jochen Starke in den „Neuenburger Hof“ gekommen, um Fragen zu stellen und ihre Positionen zu verdeutlichen.

Ehlen betonte, dass die Forstämter nicht alle Waldwege erhalten könnten, für die Bewirtschaftung des Waldes seien nur wenige Hauptwege vonnöten. Kommunen und Forstämter müssten sich an einen Tisch setzen und nach einer Lösung suchen, wie wirtschaftliche und touristische Nutzung unter einen Hut zu bringen ist. Ein Vertreter der „Freunde des Neuenburger Holzes“ forderte, dass auch diese Gruppe Gehör finden müsse.

Kritik gab es von allen drei Bürgermeistern an der Zahlung für die Nutzung der Wege an das Land Niedersachsen (4,5 Cent je laufender Meter Waldweg). „Die Bevölkerung wird es nicht verstehen, dass wir diese Pacht zahlen müssen“, sagte Lauxtermann und auch Spiekermann sparte nicht mit Kritik: „Es kann nicht sein, dass wir die Wege in Ordnung halten und der Forst macht alles kaputt.“ Es müsse geregelt werden, wer nach der Holzabfuhr wieder für Ordnung sorgt. Wagner forderte, dass die „Wohlfahrtsfunktion in die wirtschaftlichen Überlegungen einfließen müsse“.

Jochen Starke sagte, dass das Landeswegegesetz die Forstämter verpflichte, Entschädigungen für die Nutzung der Wege zu nehmen. Er ist sich sicher, dass die „konstruktiven Gespräche“, die er zu diesem Thema derzeit mit Bürgermeister Lauxtermann führt, zu einem guten Ergebnis führen werden, mit dem alle leben können.