Neuenfelde - Die gute Nachricht zuerst: Die im August 2017 abgebrannte „Kinderhütte“ auf dem Gelände des Bürgerhauses wird wieder aufgebaut! Diesen Beschluss fassten am Freitagabend die auf der Jahreshauptversammlung anwesenden Mitglieder des Bürgervereins Neuenfelde einstimmig.

Vor der Diskussion um pro und contra hatte der Vorsitzende Frank Bollmann die Kriterien eines möglichen Wiederaufbaus vorgestellt. Bollmann: „Nach dem Brand haben wir uns im Vorstand mehrfach beraten und es gab unterschiedliche Meinungen. Der Vorstand schlägt seinen Vereinsmitgliedern jetzt vor, etwas Neues zu errichten.“

Etwas „Neues“, das heißt, ein Wiederaufbau soll sowohl den Neuenfelder Kindern als auch den Vereinszwecken gerecht werden. „Wir möchten das neue Gebäude gerne unterteilen mit einem Raum für die Kinder und einem Raum zur Unterbringung von Stühlen, Bierzeltgarnituren, Gefriertruhe und Stehtischen“, erläuterte Bollmann die Planung. Die vorläufige Planungsskizze eines Elsflether Zimmereibetriebes wurde den Mitgliedern an diesem Abend vorgestellt, ist aber noch nicht bindend. Vorgeschlagen wurde, das Gebäude auf der noch vorhandenen Betonplatte mit einem Schleppdach und großem Dachüberstand zu errichten. Bollmann: „Kalkuliert haben wir den Neubau mit maximal 28 000 Euro.“

„Wir kriegen dieses Projekt auf jeden Fall finanziert“, betonte Kassenwart Hergen Abeler. Von der Brandschutzversicherung gibt es 16 000 Euro, falls die „Kinderhütte“ nicht wieder aufgebaut wird, bei einem Neubau werden 23 000 Euro gezahlt. Die Differenz könne gut von eingegangenen Spenden durch Privatleute und Unternehmen aufgefangen werden.

Auch wenn der Brand der „Kinderhütte“ zwei Tage vor der großen Freiluftfete den Bürgerverein schwer erschütterte, zeigte sich in den Jahresberichten doch, dass der Verein mit zahlreichen Veranstaltungen eine Menge Leben ins Dorf brachte. Vorstandsmitglied Melanie Gloystein bilanzierte die Teilnahme am Projekt „Unser Dorf hat Zukunft“ als arbeitsreich, aber mehr als gelungen: „Bei der Abschlussveranstaltung gab es ein großes Lob von Landrat Thomas Brückmann. Er zeigte sich überzeugt, eine intakte Dorfgemeinschaft vorgefunden zu haben.“


Feste Größen im Vereinsleben sind die Senioren und die Tanzgruppe „Dance Kids“ mit 27 Mädchen in zwei Gruppen. Viel Arbeit leisteten die Mitglieder des Festausschusses und des Bauausschusses. Vereinsmitglied Günther Bolte hatte sich bereit erklärt, ehrenamtlich das Amt des Hausmeisters zu übernehmen. Die traditionellen Veranstaltungen wie Osterfeuer, Tanz in den Mai, Muttertagstour, Beteiligung mit einem Festwagen am Krammarkt, Sommerfest, Freiluftfete oder Herbstfrühstück sind auch in der Jahresplanung 2018 vorgesehen. Zurzeit zählt der Bürgerverein 162 Mitglieder.