NEUENKICHEN-VÖRDEN - Einen gemeinsamen Vorstoß zur Impfung von Nutztieren etwa gegen die Schweinepest wollen Nordrhein- Westfalen und Niedersachsen gemeinsam mit den Niederlanden
unternehmen.
Bei einem Treffen am Montag in Neuenkirchen-Vörden vereinbarten die Agrarminister der drei Länder, Eckhard Uhlenberg (CDU), Heiner Ehlen (CDU) und Gerda Verburg, der Europäischen Union in Brüssel einen entsprechenden Vorschlag zu
unterbreiten. Ziel müsse es sein, die Tötung gesunder Tiere aus Angst
vor der Verbreitung von Tierseuchen möglichst zu verhindern.
Das Fleisch geimpfter Tiere müsse für die Vermarktung freigegeben
werden, sagte ein Sprecher des NRW-Agrarministeriums. Es ist in der
Zukunft nicht mehr zu vermitteln, dass hunderttausende gesunder Tiere
getötet werden müssen, sagte er. Es seien Markerimpfstoffe
erhältlich, die gesunde Tiere mit Impfung von tatsächlich mit Seuchen
infizierten Tieren unterscheiden helfen. Diese Impfstoffe sind bisher
in der Fachwelt umstritten.
Die Agrarminister einigten sich bei ihrem Treffen in einer
gemeinsamen Erklärung ferner darauf, Tiertransporte künftig strenger
zu kontrollieren. Forschungseinrichtungen sollen, etwa bei der Frage
des für die Tiere stressfreien Schlachtens, enger zusammenarbeiten
und ihre Erkenntnisse austauschen. Im Landtourismus sollen einem
Modellprojekt, das die Region Dollart und den Naturpark Maas-Schwalm-
Nette als Einheit präsentiert, weitere ähnlich gelagerte
Anstrengungen folgen.
