NEUENKOOP - Ein Schuss Grenadinesirup, dazu etwas Pfirsichnektar und obendrauf die Buttermilch: Fertig ist ein leckerer Frischmacher. Anja Holke von der Landesvereinigung der Milchwirtschaft hat den Mitgliedern des Landfrauenvereins Neuenkoop am Mittwochnachmittag gezeigt, wie einfach und vielseitig mit gesunden Milchprodukten in der Küche gearbeitet werden kann.
Die Referentin lieferte in ihrem Vortrag viele Tipps für die Verarbeitung von Milchprodukten, verteilte an die Frauen sogar Rezeptbücher und hatte viele Kostproben mitgebracht. So sollten die Frauen beispielsweise bei einem Milchquiz erraten, ob sie Frischmilch, H-Milch oder ESL-Milch im Becher haben. Letztere hat in den Kühlregalen der Supermärkte Einzug gehalten und ist als „länger frisch“ gekennzeichnet. Dabei mussten die Landfrauen feststellen, dass es gar nicht so leicht ist, die Produkte voneinander zu unterscheiden. „Das erleben wir immer wieder“, versicherte Anja Holke. Auch Käse in verschiedenen Fettstufen aus Niedersachsen hatte die Referentin zum Probieren mitgebracht.
Doch an dem Nachmittag im Gasthaus „Ton drögen Schinken“ wurde nicht nur geschlemmt: Anja Holke erläuterte die Unterschiede der verschiedenen Produktionsweisen und erklärte, was Gutes in der Milch steckt und warum sie auf jedem Speiseplan ihren festen Platz haben sollte.
Auch über probiotische Milchprodukte klärte die Fachfrau auf: Die seien gut für die Darmflora, müssten dann aber auch täglich konsumiert werden.
Im Anschluss an den Vortrag konnten die Landfrauen dann an einem Nachtisch-Büfett nochmals testen, wie gut Milchprodukte schmecken können.
Marianne Wefer, neben Gisela Haverkamp und Karin Ostermann Sprecherin der Landfrauen, erinnerte unterdessen an die wirtschaftlich schwierige Situation vieler Landwirte: „Die Preise für unsere Produkte sind momentan einfach zu niedrig.“
