NEUENKRUGE - Für Gerhard Filgers ist das Ammerland eine tolle Gegend zum Radfahren: die Strecken sind sehr gut ausgeschildert und er schätzt die Möglichkeit, Themenrouten zu fahren wie die Rhododendronroute, die Mühlenroute oder die Moorroute. Seit dem Jahr 2000 bietet der Vorsitzende des ADFC Ratingen bei Düsseldorf deshalb auch Fahrradtouren im Ammerland quasi als Klassiker an, manchmal auch öfter als einmal im Jahr. „Und auch jetzt noch gibt es immer wieder Neues zu entdecken“, schwärmt der begeisterte Radler, der sich derzeit gerade wieder mit 15 anderen Radfahrern im Ammerland aufhält.

Im Lauf der Jahre sind so 1500 Übernachtungen im Ammerland zusammengekommen, sagt Filgers, der mit seinen Gruppen stets in Bad Zwischenahn in der Pension Wilken Quartier nimmt. Und rechnet er alle Teilnehmer und Touren zusammen, dann kommt er auf mittlerweile 70 000 gefahrene Kilometer – was einer Radtour von beinahe zweimal rund um den Globus gleichkäme.

Zum fünften Mal hat er am Mittwoch mit seiner Gruppe auch den historischen Tante-Emma-Laden von Ursula Ecker in Neuenkruge besucht, den es bereits seit 1923 gibt. Und die Hausherrin hatte extra Kuchen gebacken, um die „Jubiläen“ der Gäste zu feiern. Auch Meike Meier von der Ammerland-Touristik war aus Westerstede gekommen und gratulierte und freute sich naturgemäß, dass sich die treuen Gäste aus Ratingen das Ammerland für ihre Touren ausgesucht hatten.

Auf den Neuenkruger Tante-Emma-Laden waren die Ratinger übrigens über einen ehemaligen Ratinger Bürger gestoßen, berichtet Filgers: Kurt Schneider. Der nämlich war gemeinsam mit Ursula Eckers mittlerweile verstorbenem Vater Wilhelm Lueken in russischer Kriegsgefangenschaft gewesen und hatte ihn in Neuenkruge auch schon besucht. Schneider berichtete Filgers von dem Laden, den der ADFC-Vorsitzende denn auch prompt mit ins Tourenprogramm aufnahm. Am kommenden Sonntag fahren die Radler aus Ratingen wieder nach Hause. „Die ersten Anmeldungen für das kommende Jahr liegen aber schon jetzt vor“, freut sich Filgers.