Nordenham - Zehn Jahre hat Maria Adomeit in der Küche des Mehrgenerationenhauses Regie geführt. In dieser Zeit hat sie gemeinsam mit ihrem Team Tausende von Gästen mit leckerer Hausmannskost versorgt. Die 74-Jährige will auch weiterhin in der MGH-Küche am Herd stehen, aber sie freut sich, dass sie die Verantwortung nun an einen jüngeren Kollegen abgeben kann. Oliver Althaus ist ab dem 1. Juni neuer Chefkoch im Mehrgenerationenhaus der Caritas.
Der 54-Jährige, der gemeinsam mit seiner Frau 1997 das Landhaus Tettens übernommen und zuletzt in der Friedeburg gekocht hatte, freut sich auf seine neue Aufgabe. Und er freut sich, dass er eine Küche übernimmt, die in den vergangenen zehn Jahren sehr gute Arbeit geleistet hat.
Zurzeit kommen täglich etwa 130 Gäste zum Mittagstisch an der Viktoriastraße 16, darunter Schüler der Nord- und der Willehad-Schule und aus dem Willehad-Kindergarten. Die Kinder aus der Nordschule fallen aber nach den Sommerferien komplett weg, weil die Schule schließt. Oliver Althaus will versuchen, den Mittagstisch für weitere Gäste interessant und attraktiv zu machen. Maria Adomeit und ein Team aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern stehen ihm dabei zur Seite.
Oliver Althaus ist darüber hinaus offen für Auszubildende und Umschüler, die das Küchenhandwerk lernen wollen. Er war von 2009 bis 2016 als Ausbilder bei der Deutschen Angestellten-Akademie in Nordenham tätig, zunächst für die Service-Kräfte, später auch für die Köche.
Nicht nur in der Küche des Mehrgenerationenhauses tut sich was. Im Gebäudekomplex beginnt das große Stühlerücken. Das Refugium Wesermarsch, das seine Anlaufstelle in der ersten Etage über dem Offenen Treff hat, zieht zum 1. Juni in einen anderen Trakt um. Wegen der vielen Flüchtlinge, um die sich der Verein kümmert, ist der Raumbedarf deutlich gestiegen. Das Refugium zieht in größere Räumlichkeiten, die bisher von einer Heilpädagogischen Tagesgruppe für neun Jugendliche genutzt wurden. Sowohl für diese Gruppe als auch für eine weitere Sozialpädagogische Tagesgruppe für fünf Jugendliche sucht die Caritas ein neues Domizil. „Wir haben auch schon etwas im Blick, aber die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen“, sagt der Kreisgeschäftsführer Ralf Bunten. Er geht davon aus, dass es mit einem Umzug außerhalb des Mehrgenerationenhauses erst im nächsten Jahr klappt. Deshalb müssen beide Gruppen in den nächsten Monaten mit einer Übergangslösung leben.
