Hahn-Lehmden - „Wir haben lange auf unsere neuen Räume gewartet. Jetzt sind sie fertig und werden mit Leben gefüllt.“ Marion Paries-Erdmann freute sich am Mittwochabend, dass der Kindergarten in Hahn-Lehmden nun deutlich mehr Platz bietet als zuvor. In einer Feierstunde dankte die Leiterin allen, die das „ermöglicht haben“.
Nachdem Elternvertreter und Kindergarten auf die nicht mehr zeitgemäßen Zustände des Hauses hingewiesen hatten, das 1975 errichtet worden war, nahmen sich Politik und Verwaltung des Themas an und brachten eine umfangreiche Sanierung und einen Anbau auf den Weg (NWZ berichtete). Rund 800 000 Euro kosteten Umbau und Erweiterung.
Die Arbeiten hatten im Juli 2012 begonnen und waren Anfang dieses Jahres abgeschlossen worden. Das gesamte Gebäude wurde entkernt, beinahe jede Mauer versetzt und ein Anbau geschaffen, der Platz für eine Bewegungshalle und einen Kleingruppenraum bietet.
Dass sich durch die Baumaßnahme die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter im Kindergarten verbessert hätten, hob Pastor Christoph Müller hervor. Er ist 1. Vorsitzender des Diakonischen Werkes Hahn-Lehmden, dem Träger des Kindergartens.
Neu geschaffen wurde ein Mitarbeiterraum – für Elterngespräche, Besprechungen und Vorbereitung der Betreuungsangebote. Ein Mitarbeiterraum, der einmal existiert hatte, musste aufgegeben werden, um einen Frühstücksraum einzurichten.
Bürgermeister Dieter von Essen erinnerte an die Investitionen der vergangenen Jahre in Höhe von mehreren Millionen Euro, die in die Schaffung neuer Kindergärten (Feldbreite) oder Krippen (Wahnbek, Hahn-Lehmden) aufgewendet worden waren. „Damit haben wir ein eindeutiges Zeichen pro Familie gesetzt.“ Er machte deutlich, dass ein solches, „nachweislich gutes Angebot nicht zum Nulltarif zu haben“ sei.
Die Kirche spendete dem Kindergarten 500 Euro anlässlich der Einweihung. Die Öffentlichkeit wird für Sonnabend, 20. April, zu einem Tag der offenen Tür eingeladen.
