Altona - Der Fischereiverein Wildeshausen hat jetzt unterhalb des Eisenbahntunnels ein weiteres Kiesbett im Altonaer Mühlbach angelegt. Es soll verschiedenen Fischarten – wie zum Beispiel der Meerforelle – als Laichsubstrat dienen. Die Salmoniden kehren mittlerweile in größeren Stückzahlen aus dem Meer in die Hunte-Nebenbäche zurück, um sich fortzupflanzen. Die seit 1999 laufenden Anstrengungen der Wildeshauser Angler zur Wiedereinbürgerung haben sich sehr bewährt. Aber auch wirbellose Tiere wie Krebse und Larven von seltenen Wasserinsekten nutzen die Kiesbänke als Lebensraum.

„Das neue Kiesbett führt unsere vorherigen Bemühungen zur Renaturierung des Gewässers fort“, erklärt Ralf Siemer, der Beauftrage für Natur- und Umweltschutz im Fischereiverein. Es sei auch als Ergänzung der von der Hunte-Wasseracht geplanten Aktionen zur ökologischen Verbesserung des Mühlbaches (Bau einer Fischtreppe am Wehr Gut Altona, Strukturverbesserungen im Oberlauf) zur Erfüllung der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu sehen.

Und noch eine weitere gute Nachricht freut die Petrijünger: Der in der Wiekau gelegene Hunte-Altarm („Strangmann“) soll ökologisch aufgewertet werden. Genau vor einem Jahr hatten fleißige Helfer des Fischereivereins in enger Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde als Vorarbeit gebietsfremde beziehungsweise schnell wachsende Gehölze wie Traubenkirsche, Weide und Erle auf dem vereinseigenen Grundstück beseitigt.

Es ist geplant, dass in diesem Herbst eine Fachfirma das Gewässer entschlammt. Jahrzehntelanger Eintrag von schwer zersetzlichen, sauren Eichen- und Buchenblättern, sowie Sandablagerungen durch Huntehochwasser haben zu sehr ungünstigen Lebensbedingungen für alle Wasserlebewesen und Amphibien geführt, erklärt Ralf Siemer.

Maßnahmenträger ist der Landkreis Oldenburg unterstützt vom Fischereiverein Wildeshausen. Die Angler hoffen, dass das Amt für Naturschutz- und Landschaftspflege nach einer nötigen Untersuchung von Bodenproben bald grünes Licht gibt.