Thema Bahnverkehr in Oldenburg
(...) Warum wird die Bahnlinie nicht auf der bestehenden Trasse im Bereich der Stadt Oldenburg als „U-Bahn“ unter die Erde verlegt (Siehe Stuttgart oder Offenburg)? Sämtliche Kreuzungspunkte mit den Straßen und die geplanten Lärmschutzmaßnahmen könnten entfallen, und die oft defekte Klappbrücke am Stau ginge in den Ruhestand. Bei einem Versagen der Brücke käme es für den Bahnverkehr zu erheblichen Staubildungen auf der Strecke Wilhelmshaven-Oldenburg.
Ein Tunnel unter der Hunte würde die Wasserstraße ständig befahrbar machen. Durch diese „U-Bahn“ unter Oldenburg könnten die oberirdischen Flächen zum Beispiel für den gesamten Verkehr genutzt oder zur Bebauung frei werden. Unfallrisiko und Lärmbelästigung bei dem Transport nicht nur von Gefahrgut würden sich (...) verringern. Die neuesten Planungen sehen jetzt sogar Lärmschutzmaßnahmen an der wenig befahrenen Strecke nach Leer vor. Die Kosten will die hoch verschuldete Kommune tragen (ein Witz). Für uns ist die gesamte Planungsphase von Beginn an nicht langfristig angelegt worden.
Die alternativ angedachte Umgehungstrasse entlang der A 29 ist billiger und macht eine Planung von Lärmschutzmaßnahmen hinfällig und würde im Stadtgebiet von Oldenburg die Belastungen verringern. (...)
Bis zur Realisierung der Baumaßnahmen muss zumindest seitens der Bahn AG eine rigorose Geschwindigkeitsbeschränkung für die schweren Güterzüge im Stadtbereich angeordnet werden (...). Man sollte schon jetzt an die nächsten Generationen und die „Übermorgenstadt“ Oldenburg denken.
Dörte u. Horst Decker, Klaus-Dieter Janssen, Ute Klein, Oldenburg
