Hooksiel - Ein Dauerthema im Außenhafen von Hooksiel könnte bald Vergangenheit sein. Der in der Vergangenheit immer wieder ausgetragene Streit um den Tiefgang soll angesichts neuer Aufgaben des Hooksieler Hafens beendet werden.
Wie die Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung (WHV) am Mittwoch mitteilte, hat die Hafengesellschaft des Landes Niedersachsen, N-Ports, zugesichert, künftig einen Tiefgang von 1,60 Meter zu garantieren. Damit sollen verlässlich Rahmenbedingungen geschaffen werden, um Hooksiel als Basishafen für den Nordsee-Windpark Nordergründe nutzen zu können.
Wie WHV-Präsident John Niemann in einem Gespräch mit Journalisten mitteilte, stehe es inzwischen fest, dass die Firma „wpd offshore solutions GmbH“ mit ihren Subunternehmen den Windpark Nordergründe etwa 15 Kilometer nordöstlich von Wangerooge errichten und dann von Hooksiel aus über 20 Jahre betreiben werde. Niemann: „Wir sind als Hafenwirtschaft stolz darauf, aktiv an der Ansiedlung des neuen Unternehmens beteiligt gewesen zu sein.“
Operationsbasis wird die Bootswerft Hooksiel, die bereits in den vergangenen Monaten intensiv die Vorbereitungen für erhebliche Erweiterungen am Standort begonnen hatte.
Dazu gehörte auch die Übernahme der Halle, in der früher die Spielscheune Bullermeck untergebracht war. Bullermeck hatte den Betrieb am Außenhafen Hooksiel im vergangenen August eingestellt.
Anschließend übernahm die Werft das mehr als einen Hektar große Gelände, um dort Lager- und Wartungsflächen für Yachten sowie zusätzliche Büro- und Aufenthaltsräume entstehen zu lassen. Mittelfristig, so die Werft, soll auch die Reparatur und Wartung gewerblicher Schiffe für die Offshore-Branche übernommen werden.
Dass es gelungen ist, jetzt einen weiteren Schritt zu gehen, erfreut auch WHV-Vizepräsident Jochen Uhlendorf: „Schön, dass uns das gelungen ist. Hookspiel könnte nämlich durchaus auch für weitere Offshore-Windparks in der deutschen Bucht von Interesse sein.“ Die äußeren Bedingungen am Hooksieler Außenhafen seien ideal, um die Windanlagen auf hoher See zu warten und zu reparieren.
